Es war das dritte Konzert der "Death To Infidels Tour 2010" von Manowar, im Berliner Tempodrom. Pünktlich um 20 Uhr kam Metalforce auf die Bühne. Die Band rund um Tarek Maghary eröffnete das Konzert mit "Metal Crusaders" von ihrem Debütalbum "Metalforce" und legte ein erstaunlich gutes Tempo vor. Es folgten Songs wie "Freedom Warriors" und "Metal Law", eine altbekannte Hymne aus der Zeit von Majesty. Tristan Visser, der junge Gitarrist, spielte einige atemberaubende Solis. Im Gesamten spielen "die jungen Wilden" um Tarek eine musikalisch gute Leistung. Gekonnt performen Metalforce dann "Into the Stadiums" und zum Abschluss gab es noch ein kräftiges "Faster Louder Metalforce". Den Fans hat es gefallen, doch nach 30 Minuten ging es für Tarek und Co. runter von der Bühne.
HolyHell spielten als zweite Vorband und präsentierten ihr gleichnamiges Debütalbum. Die Truppe um den ehemaligen Manowarschlagzeuger "Rhino" brauchte nicht lange, um die Fans in ihren Bann zu ziehen. Maria Breon und ihre kraftvolle Stimme brachten gleich zu Beginn bei "Holy Water" so manchem im Publikum Gänsehautfeeling. Dieses Gefühl wurde man beim gesamten Auftritt nicht mehr los. Francisco Palomo unterstütze mit seinen Keyboards Maria in den Refrains. Ein weiterer Schmaus für die Ohren sind die Gitarrensoli von Joe Stump. Er schlug mit dem Empfängerkabel mehrfach auf die Saiten und spielte mit all seiner Qualität gekonnt Stücke wie "Gates of Hell", "Wings of light" oder auch "Prophecy". Überraschenderweise spielten HolyHell auch "Apocalypse" und haben damit auch den letzten Kritiker überzeugen können.
Während der Umbauphase sahen die Fans den Trailer zur "Asgard-Saga", welche im Zusammenhang mit dem bald erscheinenden Album "Hammer of the Gods" präsentiert wird.
Das typische Manowar-Intro erschallte über die Boxen und das Publikum riss die Arme zum obligatorischen Manowarzeichen in die Lüfte. Man wartete gespannt auf die legendären Sätze und als diese kamen, wollten die Fans in gewohnter Weise den Song "Manowar" anstimmen, aber überraschend startete Manowar mit "Call to Arms". Der Auftakt war viel versprechend und so folgten "Hands of Doom" und die Hymne "Kings of Metal". Die Spielfreude von Joey, Eric, Karl und Donnie nahm von Song zu Song zu und beflügelte die 4 Warriors zu Höchstleistungen. Es folgte "God or Man" wo die kraftvollen Drums von Donnie Hamzik sehr gut zum Tragen kamen. Die Stimme von Eric Adams war auch bei den neuen Songs von der "Thunder in the Sky" EP, dynamisch und energiegeladen. Einfühlsam und dennoch kraftvoll sang Eric die einzige Ballade des Abends - "Swords in the Wind".
Joey DeMaio spielte ein kleines melodisches Basssolo, um dem Publikum eine kleine Verschnaufpause zu geben. Er leitete in "Die with Honor" ein worauf "Let the gods deciede" folgte. Man konnte gar nicht richtig Luft holen, denn Manowar bot ein Feuerwerk an Songs. Joey hielt in der Mitte der Show seine kleinen Reden und zur Überraschung aller, war sein Deutsch um einiges besser, als noch zu der Tour 2007. Dann bat er einen Gitarrenspieler aus dem Publikum auf die Bühne. Sie spielten gemeinsam "The Gods made Heavy Metal" und nachdem der Gastgitarrist die Bühne verlassen hatte, donnerten die Songs "Sleipnir" und "Loki - God of Fire" über die Boxen.
Gefolgt von "Thunder in the Sky" und der Manowarhymne "Warriors of the World", spielten Manowar zum Ende der Show noch mal zwei Powersongs, wo Karl Logan seine Fingerfertigkeiten an der Gitarre wieder einmal bewiesen hat. Joey krönte seine guten Leistungen an dem Abend, mit den Zugaben "House of Death" und "Black Wind Fire and Steel", wo er noch mal zur Höchstform auflief und sein Bass zum glühen brachte. Nach ungefähr 2 Stunden verließen Manowar die Bühne. Zum Abschluss lief "The crown and the ring", wo die Fans Manowar mit ihrem obligatorischen Gruß verabschiedeten. Ein hervorragender Abend ging damit zu Ende und Berlin ist um ein weiteres erfolgreiches Metalkonzert reicher.