Konzertberichte

Gamma Ray06.02.2010

Minus fünf Grad auf der Reeperbahn und dennoch sollte es ein heißer Abend werden. Gamma Ray luden zum Tourauftakt der "To The Metal" - Tour 2010 ein. Ihr gleichnamiges Album ist das zehnte der Band.

Die Italiener von Secret Sphere begannen als erste Vorband. Sie spielten zu Beginn von ihrem aktuellem Album "Sweet Blood Theory", die Songs "Welcome To  The Circus" und "Dream on". Die Band musste auf Ihren Sänger Ramon Messina aufgrund einer Bronchitis verzichten, fanden aber mit Alessandro Conti von Trick Or Treat einen guten Ersatz für die Tour. Er überzeugte stimmlich und präsentierte die Songs mit voller Energie. "Dance with the Devil" und "Loud & Raw" rundeten den Auftritt der Band ab.

Freedom Call knüpften nahtlos an Secret Sphere an und präsentierten zu Beginn ihres Set´s "We are One" und "United Alliance" Es folgten die neuen Stücken "Thunder God" und "Tears of Babylon" vom neuen Album "Legend of the Shadowking". Vom ersten Song an waren die Fans begeistert, was sich in den Freedom Call rufen während den Liedpausen widerspiegelte. Die Nürnberger rund um Chris Bay spielten mit "Merlin - Legend Of The Past" und "The Darkness" zwei weitere neue Stücke. Mit ordentlich Power brachten sie das Publikum bei den letzten zwei Songs "Warriors", "Land of Light" und "Freedom Call"  nochmal so richtig zum kochen.

Nach einer 40minütigen Pause kam Gamma Ray auf die Bühne. Gleich zu Beginn gab es mit "Gardens of the Sinner" und "Empathy" zwei Powersongs. Man hat den Vier bei ihrem Heimspiel von Beginn an angesehen, dass sie sich freuten, wieder auf der Bühne zu stehen. Bei "Deadlands" und "Fight" kam Kai Hansen leicht ins straucheln und er unterbrach den Song nach wenigen Takten, um ihn mit einem Lächeln im Gesicht neu angefangen. Henjo Richter spielte sehr klare Gitarrensolos während des gesamten Konzerts. Das konnte man speziell bei "Abyss of the Void" und "Mother Angel" spüren. Kai Hansen kommunizierte während des Auftrittes oft mit den Fans und belohnte sie mit "Armageddon". Dan Zimmermann, am Schlagzeug, hatte ein besonderes Solo vorbereitet. Erst trommelte er ein paar normale Rythmen, um dann zu klassischer Musik seine Drumsticks schwingen zu lassen. Die Fans waren begeistert und nach dem Drumsolo sangen sie bei "To the Metal" lautstark mit. Dirk Schlächter, am Bass, belohnte sich für seine gute spielerische Leistung mit seinem Song  "No need to Cry". "Rebellion in Dreamland" und "Man on a Mission" bildeten das Ende der regulären Setlist.

Das Hamburger Publikum wollte Gamma Ray noch nicht nach Hause gehen lassen und so kamen die Vier noch einmal auf die Bühne und spielten mit "Future World" und "Send me a sign" noch mal zwei grandiose Stücke als Zugabe.

Gamma Ray überzeugten mit großer Spielfreude und Harmonie auf der Bühne. Die Songs der Tour sind sehr gut aufeinander abgestimmt. Schnelle Stücke mit kleinen Ausruhphasen und dies gemischt mit den witzigen Gesprächen zwischen Band und Publikum ergab einen gelungen Abend im Hamburger Docks Club.