AMON AMARTH
15.10.2011
Huxley´s Neue Welt Berlin
Support: Sceptic Flesh / As I Lay Dying
Das neue Album "Surtur Rising" von Amon Amarth erfreut sich überall großer Beliebtheit und so ist es nicht verwunderlich, dass die Konzerte auf ihrer Tour immer gut besucht sind. Am heutigen Abend meldete das Huxley´s komplett ausverkauft. 1600 Fans standen in der Halle und freuten sich auf ein Feuerwerk an geballten Metal. Draußen vor der Halle versuchten über 50 Fans noch Karten zu ergattern und wer noch eine abzugeben hatte, konnte diese leicht loswerden. Leider nicht immer zu fairen Preisen.
Um kurz nach 20 Uhr eröffnete SCEPTIC FLESH den musikalischen Teil des Abends. Die Griechen brachten gleich ordentlich Lautstärke in den Saal. Ihr flotter Death-Metal, den sie bereits seit 1990 pflegen, kam beim Publikum gut an. Den Namen hat die Band im Übrigen erst seit der Neugründung im Jahr 2007. Nach 30 Minuten voller Power, harten Riffs und Gothic-Metal-Elementen räumten Sceptic Flesch dann auch schon wieder die Bühne und machten Platz für den Special Support der Tour.
AS I LAY DYING traten nach fünfzehn minütiger Umbaupause auf die Stage. Sänger Tim Lambesis forderte gleich mit seinen ersten Worten einen Circle Pit, doch die Reaktion der Fans blieb vorerst aus. Dann spielte die Band lautstark ihren Metalcore. Der Tontechniker hatte ein wenig Mühe, sich auf die wechselnden Screams mit den normalen Parts in den Songs einzustellen und so kam es ab und an zu einigen Aussetzern. Mit viel Licht und Nebel sorgten As I Lay Dying für ein paar nette Elemente in ihrem gut 45minütigen Set. Als der Funke der Band endlich auf das Publikum übersprang, flogen nicht nur auf der Bühne die Haare, es kam zu ersten Crowd-Surfern und auch die Wall of Death wurde mit Begeisterung vollzogen. Insgesamt ein solider Auftritt der US-Band. Dennoch für meinen Geschmack fehl am Platz, als Support für den Headliner.
Endlich, kurz nach 22 Uhr betraten AMON AMARTH die Bühne und zeigten schon beim Intro, was für Energie in Ihnen steckt. Mit "War of Gods" legten die Schweden gleich ordentlich los. Der hervorragend gemischte Sound brachte alle Instrumente sofort zur Geltung und man brauchte nicht lange, um in Fahrt zu kommen. Sänger Johan Hegg hatte ein paar Startschwierigkeiten, da seine Stimme, gegenüber den Instrumenten, zu schwach war. Bei "Runes to my memory" hatte der Tontechniker das Problem bereits erkannt und behoben. Dennoch kamen es im Laufe der Show immer wieder zu einigen Abstimmungsprobleme zwischen Stimme und Instrumenten.
Nach den beiden Auftaktkrachern folgte eine Ansage von Johan und er überraschte uns mit seinen guten Deutschkenntnissen. "Destroyer of the universe" und "Live without regrets" sorgten dann für das ersten Highlight in der Show. Die harten Riffs und kraftvollen Drums ließen das Huxley´s mächtig erbeben und man war sehr beeindruckt. "Death in fire", "Versus the World" sowie das geliebte "Pursuit of vikings" wurden mit frenetischem Headbangen gefeiert. Das man bei den Tracks mitsingen kann, wurde bei letzten Songs deutlich. Dort forderte Johan die Fans auf, egal ob sie den Text könnten oder nicht, einfach mit zu singen. Leider ging dies durch die heftigen Gitarrenriffs von Johan Söderberg und Olavi Mikkonen ein wenig unter.
In den ersten Reihen kam es hin und wieder zu einigen Moshpits und die Crowdsurfer ließen sich ein Bad auf den Händen der Menge nicht nehmen. "Asator" und "Embrace of the endless ocean", der Lieblingssong von Johan Hegg, der aktuellen Platte Sutur Risign, und "For victory or death" bildeten gemeinsam den mittleren Block. Zwischendurch gab es immer wieder ein "Danke Berlin" von Johann und für seine Kollegen eine Verschnaufpause. Schlagzeuger Fredrik Andersson gönnte seinem Instrument keine Ruhepause und donnerte zu "a beast am I" und "Ride for vengeance" mit voller Kraft auf die Drums. Als Abschluss des Hauptsets gab es "Free will sacrifice" und "Slaves of fear". Die Menge schwitze und verlangte nach den Zugaben. Eingeläutet durch Blitz-Licht-Effekte, sowie gewaltigem Donner startete Amon Amarth mit "Twilight of the thunder god" die erste Zugabe. Die Band holte noch einmal alles aus sich raus und brachte das Huxley´s noch einmal zum Kochen. Nach erneuerter Verabschiedungsrede und kurzer Vorstellung der Bandmitglieder wurde der endgültig letzte Song, "Guadians of Asgaard" gespielt. Der Song war die Krönung eines grandiosen und souveränen Auftritts der fünf Schweden.
Fazit: Mit viele Lichteffekte, die auf den Ton genau passten, satter Sound, der einem erschüttern lies, kraftvolle harte Riffs und die nötige Schnelligkeit in den Songs ist Amon Amarth eine grandios Band, die auch live überzeugen und nach kurzer Zeit jede Halle beherrschen. Sie halten diesen Level das gesamte Set über. Besser noch, sie steigern sich richtig rein und laufen zu Höchstformen auf. Es ist empfehlenswert sie zu erleben und dazu die Haare wie ein Propeller kreisen zu lassen. Aufgepasst, die Schweden sind weiter auf dem Vormarsch!!
AMON AMARTH SETLIST
1. War of the Gods
2. Runes to My Memory
3. Destroyer of the Universe
4. Live Without Regrets
5. Death in Fire
6. Versus the World
7. The Pursuit of Vikings
8. Asator
9. Embrace of the Endless Ocean
10. For Victory or Death
11. A Beast Am I
12. Ride For Vengeance
13. Free Will Sacrifice
14. Slaves of Fear
Encore:
15. Twilight of the Thunder God
16. Guardians of Asgaard
verfasst von Kalle