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Interview mit VLAD IN TEARS11.11.2011

Interview mit VLAD IN TEARS

Interview mit VLAD IN TEARS - 11.11.11


Die hierzulande noch eher als Geheimtipp geltenden italienischen Gothic Rocker von VLAD IN TEARS haben soeben ihr drittes Album Welcome to Vladyland herausgebracht, das ihr unter anderem HIER erwerben könnt. Die Release-Show fand am magischen Datum 11.11.11 im Hard Rock Café am Ku'damm in Berlin statt. Nach der überzeugenden Performance setzten sich Kalle und die Gast-Interviewerin Lisa Young In mit den Jungs für ein kurzes und teilweise sehr lustiges Gespräch zusammen und bekamen einen exklusiven Einblick in die verrückte Welt von VLAD IN TEARS!

Lisa: Hallo! Ich sitze hier mit der italienischen Band VLAD IN TEARS... die übrigens gerade im Moment ihr Abendessen geliefert bekommt. Haha. Also guten Appetit, Jungs!

Kris: Danke... Aber hey, wir können das Interview trotzdem machen! Los geht's!

Lisa: Nun gut. Wie würdet ihr Eure Band denn in wenigen Sätzen den Leuten beschreiben, die Euch bisher nicht kennen?

Kris: ..VLAD IN TEARS ist ein Tritt in den Hintern - auf den direkt ein Kuss folgt.

Lisa: (lacht) Nette Beschreibung! Könnten sich nun vielleicht alle von Euch kurz selbst vorstellen?

Kris: Ich bin Kris von VLAD IN TEARS und versuche zu singen.

Xander: (Unverständliches Geblabber. Drummer sprechen halt nicht.)

Lex: Ich bin Lex, der Gitarrist... und die anderen sind alle Arschlöcher! (Gelächter)

Lisa: Was sind Eure Eindrücke zur heutigen Show?

Kris: Oh, es war echt super! Im Allgemeinen ist es einfach toll, wenn man seine Musik in anderen Ländern spielen kann - natürlich am meisten in Deutschland, denn hier hat auch der freundlichste Manager der Welt seinen Wohnsitz: Holger [Mordhorst]. Er ist wirklich unser bester Freund! ... und er ist aus Deutschland! (lacht) Ja, also es macht echt Spaß, hier zu spielen und überhaupt hier zu sein!

Lisa: Habt ihr schon mal in Berlin gespielt?

Kris: Ja, einmal. Es war damals schon cool, aber heute abend war es noch besser!

Kalle: Die Show heute war ja auch etwas Besonderes, da es Eure Release-Show war...

Kris: Ja genau. So ein Event ist definitiv etwas, was man in Erinnerung behalten sollte... und wir werden es definitiv nie vergessen!

Lisa: Euer neues Album Welcome to Vladyland ist Euer drittes offizielles Studioalbum. Inwiefern unterscheidet es sich von den anderen Alben? Gibt es irgendwelche Neuerungen?

Kris: Nun ja, wir haben eigentlich nicht speziell etwas Neues ausprobiert. Das Album ist sehr wichtig für uns, da es unser erstes richtiges Konzeptalbum ist - quasi eine Einführung in das Vladyland. Das ist eine Welt, in der man im Laufe des Albums all die unterschiedlichen Dinge entdecken kann, für die wir als Band stehen. Für uns ist es zudem wichtig, mit den Songs auf die Bühne gehen zu können und sie den Leuten vorzuspielen. Aber ja, im Allgemeinen ist das Album schon sehr anders im Vergleich zu den vorherigen Werken Underskin und Seed of an Ancient Pain.

Lisa: Ihr seid ja aus Italien. Was haltet ihr denn allgemein von der italienischen Musikszene? Ist es leicht für Bands aus Italien, Fuß zu fassen?

Kris: Das kann ich gar nicht genau sagen, denn ja, wir sind aus Italien... Und wir sind wie gesagt nur dank der Hilfe von Holger hier nach Deutschland gekommen...

Lisa: Wie ist denn die italienische Musikszene so? Kannst Du uns mehr darüber erzählen?

Kris: Ähh, ich weiß es gar nicht genau und mag da auch gar nicht so sehr in die Tiefe gehen. Es könnte alles wirklich schön und cool dort sein... aber ich möchte nicht beurteilen, ob es dort besser ist oder nicht. Ich bin einfach gerade froh, hier in Deutschland zu sein.

Kalle: Was waren Deine ersten Erfahrungen mit der Musik? Was war das erste Album, das Du Dir gekauft hast oder was war Deine erste Show?

Kris: Unsere erste Show mit VLAD IN TEARS fand in England statt und war echt unglaublich. Für mich war das eine völlig neue Erfahrung, denn natürlich hatten wir in der Vergangenheit schon mal im eigenen Land gespielt... Aber das hier war etwas ganz anderes - natürlich hauptsächlich, weil wir in einem fremden Land spielen konnten. Trotzdem lief es echt super und war sehr aufregend für uns, denn wir spielten direkt vor vielen Menschen. Ich weiß nicht mal mehr genau, aus welchem Anlass, aber es war schön - auch und besonders, die ganzen Leute dort persönlich zu treffen und mit ihnen nach der Show zu sprechen. In vielerlei Hinsicht hatte diese Show auch einen Lerneffekt, denn wenn man ständig durch die Weltgeschichte tourt, nimmt man immer wieder neue Dinge auf und lernt einfach viel.

Lisa: Welche Bands würdest Du als Eure Haupteinflüsse bezeichnen?

Kris: Angefangen hat es bei mir mit HIM... allgemein mit der ganzen finnischen Rockszene... Bands wie Negative und The Rasmus müssen da auch genannt werden. Aber dann sind wir älter geworden, haben uns weiterentwickelt und versucht, einen eigenständigen Sound zu kreieren. Allerdings bleibt der Rock wohl immer meine Lieblingsmusikrichtung.

Kalle: Welche Bedeutung hat der Name VLAD IN TEARS?

Kris: Er hat keine wirkliche Bedeutung. Haha, nein - nur Spaß! Ich bin ein großer Fan von Horrorfilmen und fand daher die Idee gut, meine Band - oder mein künstlerisches Projekt - VLAD IN TEARS zu nennen. Ich denke, es könnte verschiedene Dinge bedeuten. Vlad könnte eine Abkürzung für Vladislaus Draculia sein - das klingt halt ein wenig gruselig. Wir jedoch fanden, der Name sollte ein bisschen "musikalischer" klingen, daher kamen wir schließlich auf VLAD IN TEARS. Es klang einfach gut und wir blieben dabei. Danach machten wir uns natürlich direkt Gedanken darüber, wie wir zukünftige Fragen nach der Bedeutung des Bandnamens beantworten könnten (lacht). Aber ja... Wer weiß - vielleicht sind wir auch eine Band aus lauter Vampiren und lieben diese ganze Vampir-Sache und wollen alle beißen. Oder auch nicht... Aber im Grunde ist es auch egal - jeder kann seine ganz eigene Bedeutung für den Namen haben!

Kalle: Also hat der Name auch keine besondere Bedeutung in Bezug auf die Musik selbst?

Kris: Na ja... Es könnte schon sein... Wer weiß! (lacht)

Lisa: Gibt es Bands, mit denen ihr gerne in Zukunft mal auf Tour gehen oder sonstwie zusammenarbeiten würdet?

Kris: Hmm, weiß ich gar nicht genau. Vielleicht... Hm, ja ich würde gerne mal mit Lady Gaga spielen... Haha (lacht). Nee, ehrlich gesagt würde ich gerne mal mit HIM spielen. Das würde mir sehr viel bedeuten, da einige Songs von HIM echt sehr wichtig für mich sind und ich zu ihren Songs einige sehr schöne Nächte verbracht habe (lacht). Daher wäre es natürlich toll, mal mit ihnen spielen zu können.

Kalle: Ich war übrigens mal im Management-Büro von HIM, als ich in Finnland war. Leider habe ich HIM jedoch nicht getroffen...

Kris: Ach wirklich? Oh, das ist schade.

Kalle: Habt ihr sie jemals getroffen?

Kris: Nein, wir haben sie auch noch nicht getroffen - nur Holger. Aber ich würde sie natürlich gerne mal treffen - aus oben genannten Gründen. Es wäre sicher cool und aufregend, mal mit einer Band zu touren, deren Frontmann in meinen Augen wirklich etwas repräsentiert. Das würde mich alles an die schönen Nächte und schönen Momente erinnern, die ich durch ihre Musik erlebt habe. Und natürlich auch an die schlechten Zeiten... Aber egal wie - diese Band ist mir einfach wichtig und ich fühle mich ihnen emotional sehr stark verbunden. Also Ville - bitte ruf mich doch an! (lacht laut)

Lisa: Wie denkst Du eigentlich über den momentanen Zustand im Musikgeschäft? Denkst Du, es wird immer schwieriger für Newcomer-Bands, sich ein wirkliches Standbein aufzubauen oder macht es z.B. das Internet leichter für Bands, ihre Musik zu veröffentlichen und zu verbreiten?

Kris: Das ist eine gute Frage. Ich denke, manchmal helfen die Medien wirklich sehr dabei, bekannter zu werden. Aber abgesehen davon ist das alles ein ziemlich großes Chaos. Ich meine, im Web findet man so viele Bands aus der ganzen Welt - und all diese Bands treten halt in gewisser Hinsicht gegeneinander an und es geht immer darum, wer im Endeffekt der Beste ist oder wer besser als die anderen ist, etc. Ich denke, manchmal ist das Web echt cool und auch nützlich, aber es ist einfach schwer und wir versuchen halt wie alle anderen, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Mir ist dieser ganze Wettstreit auch eigentlich egal. Wer weiß schon, was in Zukunft passieren wird... (überlegt) Vielleicht kommen irgendwann ja Aliens auf die Erde und entführen uns... Hahaha (lacht). Hey, das könnte echt ziemlich lustig sein... VLAD IN TEARS wird bekannt als die erste Band, die von Aliens entführt wurde!!

Lisa: Habt ihr noch andere Jobs neben der Musik?

Kris: Ja, ich bin noch Sound-Techniker und habe mein eigenes Studio.

Lisa: Ah cool. Also dreht sich Dein Leben quasi nur um die Musik...

Kris: Ja. Ich bilde mich viel weiter, lerne viele Sachen und versuche wirklich, im Musikgeschäft zu arbeiten. Es kommt noch nicht so viel dabei herum, aber ich gebe mein Bestes.

Lisa: Okay, dann vielen Dank für das Interview. Gibt es zum Schluss noch irgendwas, was Du den Lesern gerne mit auf den Weg geben würdest?

Kris: Ja. Bitte geht hin und kauft unser neues Album Welcome to Vladyland... denn es ist einfach großartig! Und wir werden Eure Welt kräftig rocken! Na ja... Zumindest hoffe ich das! (lacht)

Lisa: Vielen Dank!

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