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WRETCH - The Hunt17.02.2017

WRETCH - The Hunt

WRETCH - The Hunt

verfasst von Sebastian

Seit 38 Jahren, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, existieren Wretch und machen noch immer ihr Ding - jedoch mit neuem Sänger. Mit dem Album "The Hunt" präsentieren die fünf Herren ihr sechstes Studioalbum. Sie selbst bezeichnen Ihre Musik als US Metal und es wird jedenfalls musikalisch ein ordentliches Tempo vorgelegt. Dazu kommt Sänger Juan Ricardo über den das Label die Aussage wählte "... der eine Stimme hat, die an den mächtigen Bruce Dickinson erinnert." Dieser ist neu in der Band und "The Hunt" ist auch die erste Platte auf dem er als Sänger mitwirkt. Das er eine gute Stimme hat kann ich nicht leugnen, jedoch werde ich mit dem Album einfach nicht warm. Musikalisch ist es gut gespielt. Die Drums treiben die Lieder gut voran und die Gitarren spielen tolle Soli und Rhythmen. Stimmlich ist Juan auch keinesfalls untalentiert wie das Label ja auch schon festgestellt hat.

Jedoch kommt nun mein persönliches großes "aber". Alles zusammen funktioniert für mich nicht. Der erste negative Punkt ist seine Art zu singen. Gesprochene Sätze oder abgehackter Gesang mit betonten und in die Länge und Höhe gezogenen Endsilben der Strophe. Natürlich kennt man das auch von anderen großen Sängern aber mit jedem weiteren Song wird es in diesem Fall eintöniger und auch anstrengender. Dass die Instrumente im Vergleich zum Gesang etwas zu sehr im Hintergrund stehen, macht die Sache nicht besser aber es kann ja auch so gewünscht gewesen sein. Jedoch ist das Album natürlich nicht schlecht. Nach dem Intro erwartet einen mit dem Namensgebenden Lied "The Hunt" ein toller Song bei dem einfach alles stimmt. Danach geht es mit einem tollen Intro zu "Throne Of Poseidon" weiter. Mit dem Einsetzen von Juans Gesangsart erwische ich mich dann aber dabei wie mein Finger sich immer mehr Richtung der Skiptaste bewegt. "Twighlights End" ist ein sehr kurzes und eher eintöniges Instrumental welches nicht unbedingt einen eigenen Track gebraucht hätte. Ebenso verhält es sich mit dem späteren "Fortune´s Fool". Apropos später, gegen Ende des Albums kommen doch noch ein paar Pluspunkte auf das Konto von Wretch.

Neben "The Hunt" möchte ich noch "Straight To Hell", "Once In A Lifetime" und "She Waits" als Anspieltipps nennen. Das zuletzt genannte "She Waits" würde ich auch zum besten Song des Albums küren. Mit 6:36 Min handelt es sich um eine lange, toll gespielte und ebenfalls super gesungene Ballade die bei mir noch des Öfteren laufen wird. Und mit den drei zuvor genannten Liedern befinden sich ja immerhin vier von 11 Stücken auf dem Silberling die ich jedem NWOBHM (oder auch US Metal) Fan ans Herz legen möchte.

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