Review

WHYZDOM - Symphony For A Hopeless God19.01.2015

WHYZDOM - Symphony For A Hopeless God

WHYZDOM - Symphony For A Hopeless God

verfasst von Karla The Fox

WHYZDOM (sie schreiben sich selbst in Großbuchstaben, also werde ich das mal so übernehmen) sind eine Symphonic Metal Band mit weiblicher Frontstimme. Sie kommen aus Paris und haben bereits ein paar Preise abgeräumt und sich namhaften Künstlern eine Bühne geteilt. Whyzdom selbst existieren seit 2007 und haben seit dem mehrfach ihre Frontfrau gewechselt. Aktuell steht eine gewissen Marie Rouyer am Mikrofon der Formation die auf ihren Aufnahmen durch ein imposantes, wild gemischtes Orchester ergänzt wird.

Seit Anbeginn und auch über den gesamten Verlauf des neusten Projekts hinweg legen sich WHYZDOM heftig ins Zeug um gleichzeitig episch und geerdet zu klingen. Ein großes Kompliment an Madame Rouyer die ihre neue Aufgabe mit Bravur meistert. Nicht viele Frauen können eine solche Balance zwischen übertriebener Power und geheimnisvoller Verletzlichkeit halten, weswegen diejenigen die es können, so berühmt werden.

Der Opener While The Witches Burn läutet mit Glocken, einem lateinischen Kirchenchor und bedrohlichen Marschklängen die Schlacht der Emotionen ein. Bis bei so einer Aufnahme alles gesessen hat, wird es eine Weile gedauert haben. Tears Of A Hopeless God, den man großzügig als Titelsong bezeichnen kann, ist noch kunstvoller. Blitzschnell wechselt die Musik vom kompletten Orchester zu einzelnen Instrumenten ohne an Dynamik zu verlieren.

WHYZDOM spielen sowohl donnernde Rhythmusnummern wie atmosphärische Powerballaden, auch in dieser Hinsicht mangelt es an nichts. Hin und wieder kommt der Gedanke auf, es sei alles zu viel des Guten. Einen Song unter fünf Minuten Länge findet man eigentlich nicht, jede Strophe und jedes Zwischenspiel werden bis zum Anschlag ausgespielt.

Eve´s Last Daughter, ein Untergangsszenario, ist ein Highlight der Platte. Asylum Of Eden scheint sich ebenfalls mit der Mythologie der ersten Menschen zu befassen, genau wie die Schlussnummer Pandora´s Tears. In ersterem wurde Maries Stimme so abgemischt, dass sie wie von Dämonen besessen scheint. Kein Wunder, dass Gott jede Hoffnung verliert und weinen muss. Auf dem Coversleave weint er Blut während die Sängerin als gefallener Engel in Flammen steht.
Wahrlich alle Geschosse auffahren tut Waking Up The Titans. Das ist schon ganz großes Kino.

Insgesamt haben WHYZDOM wohl wirklich zu viel Begabung und Inspiration um diese in "normale" Musik reinpressen zu können. Deshalb müssen sie alles eine Nummer größer machen, übermenschlich. Auf Symphony For A Hopeless God gelingt es ihnen. Hoffen wir, dass es immer so bleiben wird.
 

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