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WE ARE RIOT - No Saints26.05.2017

WE ARE RIOT - No Saints

WE ARE RIOT - No Saints

verfasst von Kalle


Wenn man die fünf Musiker beschreiben müsste, dann würde mir Esel, Hund, Katze und Hahn einfallen. Die Bremer Stdtmusikanten lassen sich gut zusammen mit We Are Riot vergleichen, wobei ja noch eine Position offen wäre. Als Esel wäre Paule, denn er ist mit den Drums bei den kräftigen Tönen unterwegs. Kim wäre der Hund und Yannik der Hahn. Die zwei Gitarristen wissen mit Tönen umzugehen. Hähne und Hunde bellen gerne, wie auch Gitarren gerne dominante Töne angeben. Sängerin Jennifer ist die Katze. Sie schleicht gerne über die Bühne, doch wenn sie ausbricht, dann kann sie schon sehr wild werden. Stimmlich faucht sie auch gerne mal, doch sanft steht ihr genauso gut. Was machen wir jetzt aber mit Johanna am Bass? Sie ist der Sockel, auf denen die Bremer Stadtmusikanten stehen. Denn ohne einen ordentlichen Bass fehlt der Druck in jedem Song. Und Tracks gibt es Acht an der Zahl auf der neuen Platte "No Saints".

Musikalisch bezeichnen sich die jungen Wilden gerne als eine Mischung aus Orianthi, Dorothy und Halestorm. Letzteres stimme ich gerne zu, weil die Ähnlichkeit zu Halestorm ist nicht zu verkennen. Es ist dieser ganz besondere Rocksound... so Garagen- und Proberaummäßig und doch ganz großes Kino. Manch einer würde We Are Riot als kleine Band bezeichnen, dabei spielen sie sich mächtig den Hintern wund. Es wird keine Chance ausgelassen, die Musik nach draußen zu tragen. Und umso schöner ist es jetzt, das man sich mit der neuen Platte den Sound von We Are Riot ins Wohnzimmer holen kann. Jennifer ihre Powerstimme wird euch umhauen. Sie gibt immer 100 % und wenn sie könnte, dann gerne auch mehr. Gleiches gilt natürlich für die Musikerfraktion, die einen coole Job macht. Die Drums drücken, die Gitarrenriffs wissen zu überzeugen, die Drums sind gut platziert und der Bass untermalt den Druck der Tracks noch zusätzlich.

Mit Songs wie "Daugthers Of The Devil", "No Saints" oder "You Got Me High" bekommt ihr die volle Portion Rock auf die Ohren. Die Songs sind super aufgebaut. Mal bekommt ihr totale Ausbrüche und die pure Power zu spühren und dann wieder genau zum richtigen Zeitpunkt eine kleine Verschnaufpause. Es macht Spaß das Album zu hören, das super produziert wurde. Ich empfehle allerdings sich We Are Riot in jedem Fall live anzuschauen, denn da wirkt die Power der Band umso mehr. Hat man sie erst einmal entfesselt, stoppt sie höchstens der Ausschalter für den Strom. Lasst euch ebenso entfesseln und lauscht We Are Riot aus Bremen.


Tracklist:

01. Burning Alive
02. Daughters Of The Devil
03. No Saints
04. No More Lies
05. Wide Awake
06. World On Fire
07. You Get Me High
08. Young & Reckless

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