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VINTERSORG - Till Fjälls del II20.06.2017

VINTERSORG - Till Fjälls del II

VINTERSORG - Till Fjälls del II

verfasst von Kalle

Wie ihr am Albumnamen erkennt, ist es ein zweiter Teil. Der erste war das Debutalbum von Vintersorg, die ursprünglich mal Vargatron hießen. Das war zur Gründung 1994. Nur gut zwei Jahre später wurde der Name nach zahlreichen Besetzungswechseln umgeschrieben. Es folgte 1998 die erste EP und im gleichen Jahr das erste Album, das auf den schönen Namen "Till Fjälls" hört. Einige Jaher später folgt jetzt der zweite Teil, wenn man es als zweiten Teil betiteln möchte. Es war mehr eine Fügung, das es zu diesem Album gekommen ist. Gründer und Kopf hinter Vintersorg, Andreas Heldund, bekam die Gedanken nicht aus dem Kopf, er wolle ein zweites "Till Fjälls" erchafen.

Gesagt getan. 2017 erscheint nun "Till Fjälls del II" und es hat neben neun regulären Songs noch ein paar Songs aus der Zeit dabei, die zwischen Vargatron und Vintersorg entstanden sind. Diese verstecken sich auf einer zusätzlichen EP Ihr bekommt also jede Menge neues Material. Und das die Folk Metaller nicht nur mehr ein Projekt sind, das zeigte sich schon auf den letzten Alben. Zwar stehen offiziell nur zwei Bandmitglieder auf der Seite, doch auf den neuen Pressefotos ist auch ein offiziell dritter Mann zu ersehen. Die Band hat somit jetzt Mattias, Simon und Vintersorg (alias Andreas). Die Songs sind alle auf schwedisch und somit schwer für den normalen Hörer aus unseren Breitengeraden zu verstehen. Glücklicherweise gibt es einen "Beipackzettel" und der verrät, worum es in den Songs hier und da geht und was die Beweggründe dafür waren. Die Songs knüpfen an der Geschichte des ersten Albums an und so geht es hauptsächlich wieder um die Natur.

Musikalisch bedienen sich Vintersorg an dem Folk Metal Sound und bringen viele Elemente mit rein. Dabei wird ein Großteil auf dem Keyboard einprogrammiert. Dennoch entstehen, zusammen mit der sehr dominanten Basslinie und den kräftigen Drums tolle Tiefen und die Gitarren setzen noch einen Oben drauf. Schöne, manchmal schwere Riffs sorgen für die gewisse Härte. Andere Elemente, die eben vom Keyboard kommen, klingen nach Flöte und Streicher. Das kann aber hier und da auch gerne etwas täuschen. Was garantiert nicht täuscht, das ist der grandiose Sound von Vintersorgs Stimme. Tief und kratzig. Mal geht es in Richtung Black Metal Sound, mal bleibt er im Death und mal singt er ganz Anders. Eine große Abwechslung. Weibliche Stimmen sind auf dem Album ebenfalls zu vernehmen.

Es ist ein Album zum Genießen, denn es gibt nur wenige Full-Tempo-Songs. Die meisten Tracks kommen in einem, aus meiner Sicht, sehr gemäßigtem Groove daher. Denkt aber nicht, das es hier ruhig und melancholisch zugeht. Ein wenig hat mich der Sound an Heidevolk erinnert, ohne diese zwei Sänger. Lasst euch auf die Platte ein und wenn ihr Fans aus der Folk Metal Ecke seid, dann werdet ihr großen Gefallen an dem Album haben. Ich sage nur... laut machen und genießen!


Tracks:

01. Jökelväktaren
02. En väldig isvidds karga dräkt
03. Lavin
04. Fjällets mäktiga mur
05. Obygdens pionjär
06. Vinterstorm
07. Tusenåriga stråk
08. Allt mellan himmel och jord
09. Vårflod

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