Review

VENREZ - Children Of The Drones12.04.2015

VENREZ - Children Of The Drones

Venrez - Children Of The Drones

von Karla the Fox

Venrez bestehen im Kern aus Namensgeber, Texter und Sänger SteVEN BeREZ sowie Multiinstrumentalist Jason Womack, der die Songs im Alleingang schreibt und ausfeilt. Komplettiert wird das Live-Lineup von Nico D´Arnese am Bass und Ed Davis an den Drums; den hexen können Jason und Steven noch nicht.

Als Band Venrez sind die Herren, trotz fortgeschrittenen Alters, noch recht jung. "Children Of The Drones" ist erst ihr drittes Release und somit das berühmte Make-it-or-break-it-Album. Würde mal sagen, Venrez "made it".

Zugegeben, ihre Musik zündet wahrlich nicht beim ersten Mal, es sei denn, man wüsste von Anfang an, was da auf einen zukommt. Der Sound ist dicht, verzerrt, hypnotisch. Auf verrückte Art und Weise ist er zugleich futuristisch-surreal und klassisch-bodenständig. SixxAM haben mit ihrem "Modern Vintage" vom Konzept her etwas ähnliches versucht, vergleichen kann man die beiden Bands oder Musikergebnisse trotzdem schwer.

Venrez sind weitaus mehr Alternative. Das geht bis in die Inhalt der Texte hinein. Die sind nachdenklich, sozial gesinnt und abwechslungsreich. Was nicht Alternative ist, ist Stoner Rock, Doom Metal oder schlichtweg elektronisch verzerrtes Gewaber mit rockigem Wüstenstaub unterlegt.

"Children Of The Drones"... man merkt sofort, da steckt viel Zeitgeist drin. Steven ist angeblich auch eigentlich Filmproduzent und muss daher ein Gespür für die aktuelle Situation der Menschheit haben. Wie viel er davon in seine Songs reingesteckt hat? Das Video zum Opener "Hang The Preditor" ist zumindest ein guter Anlaufpunkt, da sieht man, was ich hiermit meine. Es geht um Krieg und Terror und darum, dagegen anzugehen. Weil er sinnlos ist, und irgendwie unmenschlich, unwirklich.

...Die hypnotisierende Kraft des Albums hat mich jetzt, bei 3. Anlauf vollends aufgesogen. Wirklich Leute, erwartet keinen fetzigen Partyrock oder virtuose Gitarrenläufe, die in schrillem Kreischen enden. Legt die CD lieber ein und schaltet ansonsten ab. So Musik an, Welt aus, und lasst euch von diesen Songs, die von extrem langsam und tragend über Midtempo bis zu einigermaßen flotten Parts alles umspannt, einnebeln.

Ihr werdet belohnt mit kunstvoll verfassten Songs, in denen viel mehr drin ist, als man zuerst glaubt. So ein bisschen Pink Floyd, wenn ihr auf einen Vergleich besteht. Aber eigentlich gibt es für die Jungs von Venrez keinen Vergleich...

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