Review

VELD-DEAMONIC - The Art Of Dantalian15.04.2015

VELD-DEAMONIC - The Art Of Dantalian

Veld-Deamonic - The Art of Dantalian

verfasst von Karla the Fox

Wie unterscheidet ein Laie auf dem Gebiet eine Death von einer Black Metal Band (abgesehen von der Liebe der Black Metaller zu Norwegen und Corpse Paint)?
- Die Bandlogos von Death Metal Bands kann man lesen. Beim Black Metal wird man in 50% der Fälle zum Analphabeten.

So sitzt nun also die liebe Karla an ihrem Computer und muss sich in ein Gebiet wagen, in dem sie nie gelebt hat und in das sie auch noch kaum einen Ausflug gewagt hat. Im Falle von Veld handelt es sich um Death Metal. Der Haupttitel des Albums lautet "Deamonic", also dämonisch. Das passt ins Bild, so viel weiß ich. Der Untertitel heißt "The Art of Dantalian" und Dantalian ist ein sehr mächtiger Dämon, der Gedanken lesen und kontrollieren kann, ebenso Gefühle und der gleich mehrere Legionen von kleineren Dämonen unter sich hat und auch sonst so ziemlich alles weiß und beherrscht.

Veld widmen diesem Allmächtigen also ihr Album, das mit einem Intro beginnt ("The Sweet Sound of Torment"), das jedem gleich ein Kribbeln durch den Körper jagt. Insofern Aufgabe gerecht geworden, Gefühle können schon mal beeinflusst werden. Auch der eigentlich Opener "World in Obscure" fängt erst mal schonend an, aber das ist noch typisch. Denke ich. Überraschender sind da die immer wieder auftauchenden Pausen, die von reinen Gitarren- und Synthieparts gefüllt sind.

Die Riffs, das Drumming und der Bass der Band zerschneiden Mark und Bein. Die große Technik auf die in den dunkleren Metal Genres so viel Wert gelegt wird, ist vorhanden, aber nicht so weit, dass man dafür Preise verleihen würde. Vocalist Kirill Bobrik geht mit voller Kraft ans Werk und bleibt die gesamte Zeit auf einer tiefen, rauen, rauchigen Ebene, die er hin und wieder so schön dämonisch verzerrt als wäre er selbst Dantalian.

Ich habe keine Ahnung, worum es in den einzelnen Liedern spezifischer geht. Da gibt es "Constant Suffering", oder "Merciless and the Innocents". Ich denke mal, das reicht als Eindruck. Ja ja, da wird die arme Karla aus ihrer Tigerstreifen-und-Glitzerwelt gerissen - und findets irgendwo ziemlich geil. Gerade das Gitarrenspiel ist gar nicht übel, der Bass knallt schön rein und das mit der Dämonenstimme hat auch was für sich.

Hallende Effekte, ein kleines akustisches Interlude mit klassisch-gothischem Gesicht (wenn ich es aus dem Schulunterricht korrekt in Erinnerung habe) und sowieso Musik, die gar nicht so unabwechslungsreich ist.

Trotz fehlender Fachkenntnis also ein vorsichtiges Like.

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