Review

UNISONIC - Live in Wacken22.06.2017

UNISONIC - Live in Wacken

UNISONIC - Live in Wacken

verfasst von Ben S.

2009 wurde die Heavy Metal Super-Group (man verzeihe mir bitte diese Begrifflichkeit) "Unisonic" rund um Michael Kiske am Mikrofon und Kai Hansen an der Lead-Gitarre gegründet und konnte bis jetzt mit zwei mehr als grundsoliden Alben auf sich aufmerksam machen. Da das zweite Studiolbum "Light of Dawn" nun auch schon drei Jahre auf dem Buckel hat, dachten sich die Jungs wahrscheinlich, dass es mal wieder Zeit für eine weitere Veröffentlichung sei. Was ist der einfachste Weg, ein musikalisches Werk auf den Markt zu werfen, wenn sich noch kein neues Album in der Pipeline befindet? Ein Best-Of? Na klar, aber bei bisher zwei veröffentlichen Alben wäre dies noch unnötiger als ...

Wir bekommen ein Live-Album welches, mal wieder, in Wacken aufgezeichnet wurde. Die Live-Veröffentlichung wurde passend dazu auf den Namen "Live in Wacken" getauft. Direkt und eindeutig, aber auch ziemlich einfallslos. Aber gut, was soll man auch groß machen, wenn man eine Aufzeichnung von eben genau diesem Festival veröffentlicht. Und wer wäre ich denn, wenn ich jetzt an einem Titel herummeckern würde. Das ist doch alles zweitrangig. Auf was es ankommt, ist die Musik und deren Qualität.

Von dieser gibt es auf "Live in Wacken" so einiges und reichlich zu hören. Bei ihrem Wacken-Auftritt von 2016 spielten "Unisonic" ein (natürlich) gemischtes Set ihrer zwei Studioalben. Das kann und das soll man als Band bitte auch machen. Die Songs wurden durch die Bank wirklich sehr professionell dargeboten und man merkt "Unisonic" einfach an, dass sie alte Ha(n)sen und ausgekochte Profis sind. Trotzdem bietet die Truppe ein luftiges und cooles Set dar und strotzt nur so voller Spielfreude. Die Jungs haben eindeutig Lust auf ihre Musik und das ist auch in jeder Minute zu vernehmen. Jeder Ton sitzt und Verspieler sucht man hier vergebens. Die Produktion ist dicht... vielleicht sogar ein wenig zu doll produziert. Der Live Charakter geht zum Teil ein wenig unter, aber das ist verschmerzbar.

Obligatorisch und - wie könnte es bei Kiske und Hansen auch anders sein - haben sich natürlich auch "Helloween" Nummern in die Setlist geschummelt. Bei "A Litte Time" musste ich dann einmal ganz genau hinhorchen. Denn in der Mitte des Songs haben "Unisonic" eine wunderbare Reminiszenz an "Judas Priest" eingebaut und geben den ruhigen Mittelteil von "Victim Of Changes" wieder. Toll!

Auch hier stellt sich natürlich wieder die Frage: Benötigt man nach zwei regulären Studioalben schon gleich eine Live-Scheibe und auch hier kann diese Frage wieder einmal nur jeder für sich selbst beantworten. So oder so, ich freue mich auf das hoffentlich kommende dritte Werk des Quintetts.


Tracks:

01. Venite
02. For The Kingdom
03. Exceptional
04. My Sanctuary
05. King For a Day
06. A Little Time
07. Your Time Has Come
08. When The Deed is Done
09. Star Rider
10. Throne Of The Dawn
11. March Of Time
12. Unisonic

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