Review

TUMOURBOY - Damaged System09.03.2017

TUMOURBOY - Damaged System

TUMOURBOY - Damaged System

verfasst von Kalle

Ach komm... wie geil ist das denn!! Wann bekommt man mal eine Platte aus China ins Mailfach und somit ins Gehör? Praktisch so selten, wie gute Currywurst in München :D Aber jetzt lag wirklich eine Platte aus China im Mailfach und was ist das geil. Ich hab reingehört und mir schwirrten Bilder von kleinen Chinesen im Moshpit vor den Augen. Bei der Band Tumourboy handelt es sich nämlich um eine Thrash-Metal Band aus Peking. Ohne Witz! Ich hab auch erst einmal doof geschaut und dann war ich sowas von begeistert. Die Vier wissen was Thrash Metal ist und wie er zu spielen ist. Und jetzt das Gemeine... ich hab mir die Facebookpage der Band angeschaut und traute meinen Augen nicht. Das sieht aus, als wären die Bandmitglieder noch Kinder! Der Eine sieht nicht nicht älter aus als 15, hat aber fleißig ne Kippe in der Hand. Also ich bin mehr als überrascht über die Band.

Doch Musik und speziell Thrash-Metal der "Alten Schule" beherrschen sie in Perfektion! So eine Mischung aus Anthrax, Exodus, Overkill, Slayer und sonstigen Größen des Genre erwartet euch in den Stücken. Dabei gibt es mächtig aufs Tempofressbrett und was für die Nackenmuskeln. Moshpitfreunde dürften hier ebenso auf ihre Kosten kommen und großen Spass an der Platte haben. Die Songs hören auf klangvolle Namen wie "Bitch Holocaust", "Noise, Beer, Love", "Damaged System", "Bay Serial Killer" oder "Breathless". Allerdings bin ich sprachlos.. ich hätte solch Töne den Chinesen echt nicht wirklich zugetraut. Man hört ja immer viel vom Underground und ner interessanten Metalszene im Land, aber solch Klänge... Respekt!!

Die Platte ist gut produziert, könnte aber aus meiner Sicht noch etwas mehr Druck vertragen. Wie erwähnt ist das Tempo hoch, die Riffs schmettern ordentlich, der Gesang... ja gut... ist vielleicht ein kleines Manko... aber Sänger Qu Jiashu ist verständlicher als ein Dave Mustaine zu guten Zeiten. Mit der Platte stehen die Vier alle Türen offen und sie könnten für eine mächtige Überraschung im Thrash-Metal Genre sorgen. Mir haben sie mehr als gefallen und ich zieh mir die Platte noch mehrmals rein und stell mir dabei einen Moshpit von Chinesen vor. Das ist übrigens nicht rassistisch, sondern einfach eine interessante Vorstellung, sind die Chinesen doch für ihre Disziplin bekannt. Jetzt brechen sie aus dieser aus und knallen systemkritische und sonstige Texte raus, die man so nicht erwartet. Also... Feuer Frei Jungs!! Bang your fuck**g Head!!!


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