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TRAUMA - Rapture And Wrath15.02.2015

TRAUMA - Rapture And Wrath

TRAUMA - Raptura and Wraht

verfasst von Jana W.

Trauma sind bereits vor langer Zeit aufgetaucht im Musikgeschäft, haben sich aber nach dem Release ihres ersten Albums im Jahr 1984 eher rar gemacht. In den letzten mehr als 30 Jahren war es still um die Band, doch jetzt wollen es die Amerikaner noch einmal wissen. Beziehungsweise will es ihr Sänger Don Hillier noch einmal wissen, der als einziger von der Originalbesetzung geblieben ist. Dieses zweite Album, 33 Jahre nach der Gründung der Band, mit neuer Besetzung an den Instrumenten und dem alten Sänger hört nun auf den Namen Rapture And Wrath, und es stellt sich die Frage, wie viel hat sich außer der Besetzung noch verändert?

Sicher ist, trotz der zahlreichen Umstrukturierungen und der langen Abstinenz der Band ist zumindest der Sound der kalifornischen 80er Jahre des Metal nicht verändert. Er ist immer noch charakteristisch für die Gründungszeit dieser Band, und bis heute glücklicherweise zeitlos geblieben. Viele der alten Metal- Hasen haben sich in den letzten Jahren dem neueren Heavy Metal Sound angenähert- was durchaus auch seine Vorzüge mit sich bringt- Trauma jedoch sind in ihrem Klang in den 80ern hängen geblieben.

Heart Of Stone und When I Die bringen gleich zu Beginn einiges an Energie und Kraft in den Riffs, trotz moderatem Tempo und ohne technische Meisterleistungen an der Gitarre. Weniger ist eben oft mehr, und die Komposition dieser beiden Songs ist, wie auch die der übrigen Songs des Albums, schlicht, simpel und einfach gut. Leider birgt der Einstieg in das Album auch eine Art Déjà vu mit sich, denn besonders die ersten zwei Titel klingen nach meinem Geschmack etwas zu vertraut.

In Kingdom Come packt Sänger Don Hillier dann eine Komponente seines Gesangs aus, die mir weitaus mehr zusagt als viele andere seiner Gesangsparts. Verständlich wird hier auch der Vergleich, der ab und an zwischen ihm und Bruce Dickinson gezogen wird. Die moderaten Höhen und tieferen Parts stehen Don besser als die wirklich hohen Lagen. Besonders durch den Gesang, aber auch durch das instrumentelle und das ansehnliche Solo des Gitarristen, den Riff und die gesamte Stimmung des Songs ist das hier mein persönlicher Favorit auf der Platte. Noch mehr sehr starke Gesangsparts und eindrucksvolle Soli bieten Egypt und zu guter Letzt Too Late.

Fazit: Rapture And Wrath bietet eine volle Breitseite Oldschool Heavy Metal und eine kleine Zeitreise in die kalifornischen 80er Jahre. Die Anpassung an neuere Stile hatte Trauma auch absolut nicht nötig, mit klassisch und zeitlos ist die Band genau richtig gefahren. Was jedoch auffällt ist eine starke Ähnlichkeit (vor Allem in der ersten Hälfte des Albums) zum Sound Iron Maidens, und das bei weitem nicht nur durch die stimmlichen Parallelen beider Sänger. Über die Qualität von Rapture And Wrath sagt das nichts aus, die ist durchweg überzeugend. Eine Scheibe, die mich etwas weniger an eine meiner Lieblingsbands erinnert, wäre aber trotzdem schön gewesen.

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