Review

TOWER OF BABEL - Lake Of Fire06.08.2017

TOWER OF BABEL - Lake Of Fire

TOWER OF BABEL - Lake Of Fire

verfasst von Kalle


Diese Platte hatte mich eigentlich schon, noch bevor ich sie wirklich gehört habe. Woran das liegt? Nun.. Joe Stump spielt mit. Der Gitarrist ist mir noch aus der Zeit bei HolyHell bekannt und spielte daher oft im Vorpramm damals von Manowar. Er hat den ganz lieben Spitznamen Schredlord und das nicht ohne Grund. Was Joe an der Gitarre abliefert kommt einer Zelebrierung gleich. Nun hat er zusammen mit Csaba Zvekan Tower Of Babel ins Leben gerufen und mit dem Album eine Heavy Rock Opera aufgenommen. Mit ihm hat er schon bei Raven Lord zusammen gespielt. Seine Stimme ist sehr auffällig und hat viel Ähnlichkeit mit Ronnie James Dio, der wiederum einen großen Einfluss auf Beide hatte. Kein Wunder, das man das sowohl in der Musik, als auch im Gesang der Platte mitbekommt.

Weiterhin in der Band sind Mark Cross an den Drums, Maestro Mistheria am Keyboard und Nicola Angileri am Bass. Gemeinsam haben sie zwölf feinste Heavy Rock Stücke geschrieben. Sie leben natürlich durch das brilliante Gitarrenspiel von Joe. Der Rest ist guter Heavy Rock mit schönen Melodien, interessanten Gesangsparts, da Csaba sehr variantenreich die Tonart verändern kann. Er hat nicht nur was von Dio, sondern erinnert hier und da ein wenig an den Sänge von Axel Rudi Pell Johnny Gioeli. Beide sind ähnlich präsent mit ihren Stimmen. Was mich persönlich etwas stört sind die oftmals deplatzierten Keyboardtöne, die in einer sehr dominanten Bassspur untergehen. Speziell ist mir das gerade beim Titeltrack zur Platte aufgefallen. In dem Song "Lake Of Fire" habt ihr zu Beginn ein sehr zusammengewürftelten Sound, der sich nur sehr langsam zu entwirren scheint. Allerdings packt er es aus meine Sicht nicht, was ich sehr schade finde.

Einer meiner Favouriten vom Album ist "Midnight Sun". Hier ist das Tempo mal angezogen und das Verhältnis von Keyboard, Bass und Drums in Ordnung. Hat ein wenig was von Deep Purple in guten und schnellen Zeiten. So schön die Platte nach ein oder zwei Mal hören klingt, mit öfterem Höhren nimmt sie ab, da sie sich abnutzt. Der Gesangt wirkt nach mehrmaligen Hören dann doch etwas gleich und die Songs leben nur durch das Gitarrenspiel von Joe. Das ist etwas Schade, denn das Potential ist da. Es klingt auf Dauer etwas zu glatt gebügelt. Und wenn ein Album nur vom Gitarrenspiel alleine leben soll, dann hätte Joe ein Instrumentalalbum gemacht. Also ein Dauerbrenner ist da Album leider nicht, schlecht auch nicht, daher so ein schönes Mittelding für zwischendurch. Man kann es gemütlich verfolgen, sollte aber von einer Dauerschleife absehen.


Tracklist:

01. Dragonslayer
02. It´s Only Rock´n´Roll
03. Lake of Fire
04. Addicted
05. Midnight Sun
06. Eternal Flames
07. Once Again
08. Stardust
09. Eyes of the World
10. Lamb and the Wolves
11. Thoth
12. All Out Warfare

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