Review

TOKYO MOTOR FIST - Tokyo Motor Fist21.03.2017

TOKYO MOTOR FIST - Tokyo Motor Fist

TOKYO MOTOR FIST - Tokyo Motor Fist

verfasst von Karla the Fox

Dieser Moment, in dem man sich über eine Band wundert, weil man ihren Namen noch nie gesehen hat, dabei spielt sie genau die Musik, die man öfters mal hört und dann ist sie auch noch gut. Was ist da los?! Warum sind Tokyo Motor Fist bisher an mir vorbei gegangen? Die Antwort ist einfach: als solche gibt es sie noch gar nicht lange. Sie fangen jetzt erst an. Einzeln haben aber alle Mitglieder der Band schon eine große und großartige Karriere hinter sich. Im Zentrum stehen Ted Poley (Danger Danger) und Steve Brown (Trixter), der die Songs schreibt. Der Rest besteht aus Greg Smith (Alice Cooper, Rainbow, Ted Nugent) und Chuck Burgi (Rainbow, Blue Öyster Cult, Joe Lynn Turner). Eine Supergroup also, oder wie Steve Brown es nennt "all-star thing". Sie wurden regelrecht zusammen gesetzt, vom Chef der Plattenfirma Frontiers Records; wurden einfach gefragt, ob sie nicht gerne mal zusammen Musik machen wollten. Da sagten Ted und Steve nicht Nein und kurz später namen sie dieses sagenhaft produzierte Album auf. Es klingt selbst durch einfache Speaker noch schön und voll und sauber. Schon daran erkennt man, dass hier keine Anfänger am Werk sind.

In den Fußstapfen von Trixter, Danger Danger, Def Leppard, Bon Jovi und Cheap Trick, so die Band selbst, schenken sie uns ein Album voller schöner Songs, die diese ganz bestimmte Eigenschaft haben: Man hört sie erst zum zweiten oder dritten Mal und denkt bereits, es mit einem lang bekannten Klassiker zu tun zu haben. Der irgendwie nicht aus dieser Zeit stammt. Sie eignen sich bestens für die auf uns zukommende warme Jahreszeit. Der eine richtige Partyknaller fehlt mir aber auf dieser selbstbetitelten Debutplatte. Jeder Song ist gut und professionell vorgetragen - aber keiner geht so richtig durch die Decke und in Mark und Bein. Es ist angenehme Unterhaltung, Gefühle, die ein jeder kennt. Richtig große Choruse und sauber abgestimmte Instrumente. Den einen oder anderen Song werde ich zum Runterkommen in meine Playlists setzen. Wenn die Band gemeinsam weiter macht, wünsche ich mir von ihr einen Track, der wirklich hängen bleibt. Den jeder spielen will. Der fehlt hier sehr.

Alle CD Reviews

Treffer 1 bis 200 von 1033