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SWIRL - EP21.04.2015

SWIRL - EP

Swirl - EP

verfasst von Rob H.

Der Name Swirl ist mir vollkommen unbekannt, und da die Band eine EP vorlegt, tippe ich auf das Erstlingswerk einer Newcomer-Band.

Mein MP3-Player kriegt die Songs nicht in der richtigen Reihenfolge abgespielt, so dass ich mich quasi auf Shuffle durch die 7 SOngs fassende Scheibe höre. Diese beginnt mit "Fourth of July", welcher mit lässigem Midtempo und einer Prise Korn-Attitude gefallen möchte. Leider gelingt das nicht so richtig, dem Song fehlt das gewisse Etwas. Besonders der Mittelteil klingt ziemlich daneben, zieht sich aber mit einem groovigen Solopart an den eigenen Haaren aus dem Sumpf. Zusammen mit einer interessanten Chorus-Melodie kann dieser Track zumindest teilweise Eindruck schinden, macht aber nicht unbedingt Lust auf mehr. Mal schauen, ob der zweite Song "Spell" das besser hinbekommt.

Beginnend mit einem flott geachtelten Bass-Solopart klingt der Einstieg nach einer schnelleren Nummer, aber der Schein trügt. Hier fällt vor allem auf, dass der Bass im Vergleich zu "Fourth of July" deutlich weiter nach vorne gemischt ist, wodurch die Gitarren noch mehr in den Hintergrund rücken. Das ist schade, weil hier das ein oder andere Riff genaues Hinhören belohnt. Leider sind die Klampfen jedoch so leise gemischt, dass auch sonst kaum Druck aufgebuaut wird und man sich wirklich anstrengen muss, diese genau wahrzunehmen. Bei "Rise Up", der folgenden Nummer, erstickt die Rhythmus-Gitarre an einer heftigen Zerre, was die Situation noch einmal verschlimmert.

Den nächsten Song "We are Alive" skippe ich nach dem zweiten Chorus weiter. Wie sagt man doch gleich? "Wenn du nichts nettes sagen kannst, sage nichts." Auch der nächste Song "Message" wird zur Geduldsprobe. Swirl versuchen offensichtlich die Brücke zwischen Nu-Metal, RATM und Beasty Boys zu schlagen, ohne auf Gitarrensoli verzichten zu wollen. Diese stellen zwar den Highlight des Songs dar, leider heißt das in diesem Fall aber nicht viel. Naja, noch 2 Songs denke ich mir, das schaff ich jetzt auch noch.

Und dann kommts: "Time to Fly" ist eine saucoole Hard Rock-Semiballade mit einem wirklich starken Chorus und hier pasen auch endlich mal die etwas leiseren Gitarren (oder sind sie hier sogar etwas lauter?) und der eigenwillige Gesang zusammen.

Stimmige Keyboard-Einlagen verpassen der Nummer den letzten Schliff. Es geht doch?! Warum nicht gleich so? Jetzt bin ich auf die letzte Nummer gespannt - und werde direkt wieder enttäuscht. "Mad Disease" tut so, als hätte es "Time to Fly" nie gegeben und macht mit den gleichen Fehlern wie vorher weiter. Schade!

Meine Vermutung: Hier waren unterschiedliche Songwriter am Werk, von denen der für "Time to Fly" verantwortliche deutlich mehr auf dem Kasten hat. Meine Empfehlung: Nochmal veröffentlichen, aber als Single mit dem Namen "Time to Fly".

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