Review

STRANGELET - First Bite03.03.2015

STRANGELET - First Bite

Strangelet - First Bite

verfasst von Karla The Fox

Liebe auf den ersten Biss - besser kann man meinen Eindruck von Strangelets Debut-Longplayer nicht umschreiben. Das Album des bunt gemischten Trupps ist bereits ein paar Monate auf dem Markt - und hat seitdem so gut wie überall exzellente Kritiken eingeholt.

Die Band, die als lokale Newcomer aus der Gegend um Heilbronn begonnen hat, konnte in ihrer frühen Zeit schon einige Wettbewerbe gewinnen und innerhalb kurzer Zeit waren sie für alle möglichen Live-Auftritte gebucht worden. Mit "First Bite" machen sie nun ernst, und liefern ein Album, das es an Kreativität und Soundqualität mit den jedem aufnehmen kann. Mit Jessica Stuart sitzt eine junge Dame am Schlagwerk, was nun wirklich nicht alle Tage vorkommt, Gitarrist Finn wird von Fans und Freunden gerne als junger, deutscher Slash gesehen und auch Tobias und Jonas scheinen den Rock im Blut zu haben.

Mehr oder weniger angeführt werden Strangelet vom ehemaligen Lanfear-Sänger Zörner, der auch einen großen Teil des Songwritings übernimmt. Als Bandpapa muss man ihn aber nicht sehen, der Nachwuchs würde auch mit jemandem in ihrem Alter starke Musik abliefern. Nichtsdestotrotz liefert Mr. Zörner eine super Performance, in jedem Song ein bisschen anders.

Auf "First Bite" wird viel gemischt, experimentiert und zitiert. Am wohl markantesten ist der "Eye Of The Tiger"-Einstieg im Opener "Priviledge Of Power" sowie der abwechslungsreiche Einsatz der Instrumente. Da gibt es eine Kuhglocke auf die wohl mit einem Holzklöppel geschlagen wird, eine Hammond-Orgel, die mühelosen 70er-Flair versprüht, ein Piano, ein bisschen Synthie-Einsatz und was auch immer man findet, wenn man genau hinhört. Die Mehrheit der Songs sind Midtempos, aber vor allem die beiden Balladen "All That's Left" (letzteres als Duett mit weiblicher Gastsängerin) gehen unter die (Leder)haut.

Der Anfang vom abschließenden Song "Hiding Star" hat es mir ebenso angetan. Der von "Touch The Sky" ist eine akustische Spielerei, die kurz darauf von extremen Verzerrungen und eben dieser Kuhglocke überlagert wird. Manchen mag das zu viel des Guten sein - ich finde, es fällt positiv aus im Dschungel der vielen immer gleich vor sich hin schwimmenden Alben.

Bei Strangelet ist eben jede Nummer eine kleine Überraschung, und das obwohl man jeden Stil so schon irgendwo gehört hat. Die Mischung macht´s. Definitely recommended.

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