Review

STORMWITCH - Seasons Of The Witch29.01.2015

STORMWITCH - Seasons Of The Witch

Stormwitch - Seasons Of The Witch

verfasst von Karla The Fox

Don´t judge a book (or album, for that matter) by its cover! Minuspunkt für Marketingstrategie der deutschen Hardrocker Stormwitch: Weder Albumname noch Design sind von außerordentlicher Kreativität geprägt. Und doch steckt hinter dem nach laaaanger Pause endlich fertig gestellten ?Seasons Of The Witch? echte, gute Musik von einer echten, guten Band. Das muss man nur erst einmal herausfinden...

Ich selbst habe Stormwitch in der Zeit sehen dürfen, in der sie nichts Frisches in der Tasche hatten und daher mit neuer Formation aber altem Repertoire auf Tour durch die Länder waren. Obwohl in den Medien und Gesprächen also nicht viel Aufmerksamkeit auf die Band gelenkt wurde und mir der Name daher rein gar nichts sagte, konnten sie ein recht großes Publikum anlocken und mit ihrer energetischen Bühnenshow überzeugen. Das war 2013. Heute, im Jahr 2015, dürfen sich die alten und neuen Fans endlich über neues Material freuen.

Die Hexentruppe mit den Mitgliedern mit witzigen Nicknamen wie Stoner, Volle und Wanschi hat den Winter zur "Jahreszeit der Hexe" gemacht. Sänger Andy Mücks (kein wirklicher Spitzname, aber trotzdem unvergesslich) singt mit einer leicht wiedererkennbaren, perfekt unperfekten Stimme von magischen Wesen und Geschichten. Begleitet wird er von einer soliden, unaufdringlichen Band, die ihre Einflüsse aus der Gründungszeit nicht abgelegt haben. Halloween lässt grüßen, könnte man sagen. Andere Einflüsse sind Bands wie Accept oder Rainbow, also mehr "klassischer", thrashiger Heavy Metal als die Gothicschiene, auf die man bei dem Namen Stromwitch wetten würde.

Die Songs auf Seasons Of The Witch haben einen eingängigen Rhythmus und nette Tempowechsel. Generell liegen Andy die Midtempos und schnellen Beats besser als Balladen, aber Different Eyes kann sich hören lassen.

Das Album dauert nicht sehr lange: 35 Minuten in der normalen Fassung, 48 im Digipak mit zwei Bonussongs. Eine clevere Methode, die eigene Identität international durchzubringen ist die Verwendung eines deutschsprachigen Intros, eine Art von Hexen-Einmaleins, das so mancher nicht verstehen wird, was sich aber gut als Markenkennzeichen macht.

Unterm Strich ein gelungenes Comeback mit dem Potential, neu auf die Band aufmerksam zu machen. Denn wer hätte gedacht, dass der Geheimtipp in der Metalszene schon seit 1984 existiert?
Jetzt wisst ihr es...

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