Review

STEEL PANTHER - Lower The Bar20.03.2017

STEEL PANTHER - Lower The Bar

STEEL PANTHER - Lower The Bar

verfasst von Kalle

Mit Spannung habe ich das neue Album von Steel Panther erwartet. Ich war heiß auf die neuen kreativen Ergüsse der Hair Metal Jungs, die sich selbst nie so ernst nehmen und ihre Texte von Beginn an immer etwas mehr unter die Gürtellinie gehen. Klar... wenn man sich auf sexuelle Themen beschränkt, dann ist dennoch fast jedes Körperteil recht um besungen zu werden. Auf den bisherigen drei Alben haben Steel Panther schon eindrucksvoll gezeigt und zum Ausdruck gebracht, wie Party, Sex und sonstiger Spass funktioniert. Warum sollte man auf dem vierten Album also was ändern und das Thema wechseln.

Das dachten sich die Jungs wohl auch und bleiben thematisch natürlich wieder bei Sex, Drugs und Party. Wie auch immer die Band es schafft, sie greifen immer wieder Themen auf bzw. Inhalte zu bestehenden Themen und vertonen sie. Getreu dem Motto "Anything Goes" - einer der Tracks auf dem Album. Für die Band, die sich natürlich selbst nicht so ernst nimmt, ist das mit der Musik eine einzig große Party in der es darum geht, den Mädels die Oberteile mit der Kraft der Musik auszuziehen. Das haben sie mir mal in einem persönlichen Gespräch gesteckt. Man darf die Texte auch nicht so ernst nehmen, denn am Ende geht es um den Spass, den man mit der Musik haben soll, oder mit den Mädels. Hair Metal hat schon immer Frauen angezogen und so ist es nicht verwunderlich, das viele Frauen auf Satchel, Michael und Stix abfahren. Lexxi wird immer nur wegen seiner Schönheit und Pflegeprodukte bewundert.

Was kann jetzt also "Lower The Bar"? Nun... es kann unterhalten und musikalisch überzeugen. Denn trotz des ganzen Blödsinns in den Texten, der einen manchmal sehr schmunzeln lässt, ist die Platte ein musikalisches Meisterwerk. Die Jungs wissen ihr Handwerk zu meistern. Satchel ist verflucht an der Gitarre und Michael ein begnadeter Sänger. Ich selbst verfolge die Band seit dem ersten Album und ersten Auftritt in Berlin. Das live oft das Gleiche ist und dort wenig Entwicklung zu sehen ist, stört ja auf der Platte nicht. Da gibt es dann schöne Tracks wie "Goin´In The Back Door", der viel Interpretation offen lässt, was damit gemeint ist. Meinen sie die Haushintertür oder ... naja... ihr wisst was gemeint sein könnte. "That´s When You Came In" ist eine schöne ruhige Nummer, die erst im Refrain so richtig die Wirkung entfaltet. "Now The Fun Starts" überrascht mich, weil es doch sehr langsam und düster wirkt. Das hat im ersten Augenblick so gar nichts mit Fun zu tun. Interessanter Track in jedem Fall. Mit "Pussy Ain´t Free" sind Steel Panther so richtig in ihrem Element.

"Wasted Too Much Time" ist ein schöner Track, weil er wirklich Inhalt hat, der auch einen gewissen Sinn macht. Hier geht es um die Nummer Zwei in einer möglichen Liebesbeziehung und das man einfach zuviel Zeit verschwendet hat, um auf das Mädel zu warten. Das ist ein sehr cooler Song, in den sich viele auch hineinversetzen können. "I Got What You Want" ist eine Ansage an die Frauen, denn das Michael das hat, was sie wollen und das genau zwischen seinen Beinen hängt, war fast klar. Es gibt noch weitere Tracks auf der Platte, die man sich zu Gemüt führen darf. Mein Fazit... die Platte macht Spaß zu hören, doch ich find das Thema irgendwann einfach nur noch langweilig. Sie setzen es gut um, untermalen es mit geiler Musik, aber irgendwann ist das Thema einfach ausgelutscht. Das Steel Panther in der Schiene bleiben ist ihr Erfolgsrezept, aber Songs wie "Wasted Too Much Time" zeigen, es geht auch mit anderem Inhalt gut. Vielleicht geht es im fünftem Album dann in eine etwas andere Richtung. Wenn nicht... auch nicht Schlimm. Dann bleiben wir bei Titten, Bier und Metal. ... Prost.


Tracklist:

01. Goin´in The Back Door
02. Anything Goes
03. Poontang Boomerang
04. That´s When You Came In
05. Wrong Side Of The Track
06. Now The Fun Starts
07. Pussy Ain´t Free
08. Wasted Too Much Time
09. I Got What You Want
10. Walk Of Shame
11. She´s Tight

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