Review

SPOIL ENGINE - Stormsleeper17.06.2017

SPOIL ENGINE - Stormsleeper

SPOIL ENGINE - Stormsleeper

verfasst von Kalle


Huch... seit wann kommen denn keine lieblichen Töne mehr aus den Niederlanden? Wo sind Within Temptation oder Delain hin? Jetzt scheint eine neue Ära anzubrechen, denn mit Spoil Engine kommt ein Sound von unseren Nachbarn, der hat mit Niedlich und Lieb soviel zu tun, wie ein Maulwurf mit Tageslicht. Die Band um Frontfrau Iris sind für mich eine Art Arch Enemy, nur mit weniger Melodie, dafür mit mehr Härte. Man könnte also sagen: eine Mischung aus Slipknot, Machine Head, Lamb Of God oder Killswitch Engage. Genau mit diesen Bands beschreiben sich die Fünf nämlich selbst und das passt ganz gut.

Die moderne Härte dürfte bei gepflegten Moshpitgängern sehr gut ankommen, denn hier gibt es mächtig auf´s Fressbrett und die Gehörgänge. Sängerin Iris gröhlt ins Mic und lässt so manch Aggression heraus, die sich wohl angestaut hat. Dabei übertreibt sie nicht, sondern findet die gesunde Mitte. Hier und da bekommt man dann ein paar Clearvocals zu hören. Den größten Teil aber bedient sie sich den Growls. Die Platte macht durch ihre gewisse Aggressivität und Abwechslung jede Menge Spass zu hören. Schnelle Gitarrenfeuerwerke treffen auf harte Drums, die dann wiederum an manchen Stellen auf sehr melodischen Gesang fallen.

Dabei könnte man das bei den klangvollen Songtiteln gar nicht so vermuten: "Silence With Fall", "Doomed To Die", "Hollow Crown", "Black Sails" oder "Wastelands", sind nur eine kleine Auswahl. Mir gefällt die Platte sehr, denn 08/15 sucht ihr hier vergebens. Die Gitarrensolos hatten mich schon beim ersten Hören. Schön umgesetzt und in die Songs eingebettet. Ich würde mir sicher gerne mal ein Konzert der Band anschauen, nur um diese Energie auf der Bühne zu sehen, wie sie auf das Publikum überspringt. Im Pit stehen würde ich allerdings vermeiden, denn das könnte hier und da zu Knochenbrüchen führen. Und wenn man dann noch so schöne Wall Of Death Vorbereitungspassagen wie bei "Black Sails" hat, dann Gute Nacht.

Es ist ein Album, was zum austoben einlädt. Headbanger, Moshpitfreaks und Freunde des härten Riffgewitters kommen hier sicher auf ihre Kosten. Eine Empfehlung ist es in jedem Fall wert, da man sich den sehr coole Gesang geben sollte. Überzeugt und bekommt daher ein paar mehr Daumen nach oben.


Tracklist:

01. Disconnect
02. Silence Will Fall
03. Doomed To Die
04. Weightless
05. Stormsleeper
06. Hollow Crown
07. Black Sails
08. The Verdict
09. Singing Sirens
10. Wastelands

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