Review

SPOCK´S BEARD - The Oblivion Particle26.08.2015

SPOCK´S BEARD - The Oblivion Particle

SPOCK´S BEARD - The Oblivion Particle

verfasst von Kalle

Es muss ja nicht immer Metal und voll auf das Brett geben und wer mich ein wenig kennt, der wird wissen: Kalle hört auch gerne einmal ganz andere Klänge, die vom Metal ganz weit entfernt sind. Da darf es dann gerne Mal Country oder Classic Rock sein. Pink Floyd oder Deep Purple rotieren oft in meinen Gehörgängen. Und jetzt liegt mir die neue Progressive Rock Platte von Spock´s Beard aus Los Angeles vor der Nase. Man glaubt ja oft bei solch Musik, die Bands haben sich in den 70ern oder 80ern gegründet und feiern jetzt eine Art Comeback. Spock´s Beard gibt es aber "erst" seit 1992, doch von da an durchgehen und mit bisher nur zwei Besetzungswechseln. Mit "The Oblivion Particle" erscheint nun das zwölfte Studioalbum der Progressive Rocker und ja... es ist ein tolles Werk geworden.

Manch einer wird auf die Rückseite schauen und sagen... och nur neun Lieder... ja aber was ist beim Progressive Rock üblich? Kein Song geht normal unter 5 Minuten. Ganz klar halten sich die Ami´s da auch dran undsomit ist nur ein Song knapp unter 5 Minuten. Der Rest überzeugt von einer Spiellänge vonmindestens 6:20 bis hoch zu 10:29 Minuten. Da passt also eine Menge Material in die Songs, inhaltlich als auch musikalisch. Was mich bei solchen Musikern immer wieder begeistert, wie vielseitig sie seien können. Das singt nicht mal nur einer, sondern alle übernehmen einen Part oder mindestens im Background, zudem sind sie alle sehr musikalisch und spielen meist mehrere verschiedene Instrumente. Bei Spock´s Beard ist das große Multitalent in erster Linie der Bassist. Dave Meros übernimmt nur nicht das zupfen der tiefen Saiten, er übernimmt zudem Tasten am Keyboard und ergänzt damit Ryo Okumoto, der eigentlich die Tasten drückt. Alane Morse ist der verbliebende Gründungsbruder der Band, nachdem 2002 Neal ausgestiegen ist. Typisch für die Band ist auf dem Album ihre agile Rhytmusgruppe und der ganz besondere Harmoniegesang. Was aber den ganz speziellen Sound ausmacht, dass sind die Hammondorgel und das Mellotron. Sie geben dem typischen Rocksound eine ganz gewisse Note, eine unverwechselbare Note. Das lieben die Fans an der Band.

Und daher werden die Fans die neue Platte ebenso lieben, wie ihre elf Vorgänger. Es ist die Mischung der Progressive Rock Elemente mit einem Pop-Rockansatz zu vernehmen. Die Songs bestechen durch ihre Harmonie der Instrumente und Vielseitigkeit. Man legt viel Wert auf das Wahrnehmen der Instrumente, da man viele Passagen ohne Gesang hat. Hier kann man als geneigter Zuhörher einfach die Augen zu machen und die klänge auf sich wirken lassen. "Bennett Built A Time Machine" ist dafür ein sehr hervorragendes Stück Musik. Und wer genau hinhört, der wird ein paar Klänge wahrnehmen, die sich etwas abgespaced anhören. Klar.. Zeitmaschine usw. Aber wenn man zurück auf die Namensfindung der Band geht, kann man sich das auch ein wenig erklären. Denn der Name entstand durch eine Idee von Alan, der sich ein Parallelunversium vorgestellt hat, in der Mr. Spock einen Bart tragen würde. Klingt abgefahren, hat der Band aber nie geschadet. Im Gegenteil. Ich persönlich habe die Band erst in diesem Jahr für mich entdeckt und zwar jetzt mit dem neuen Album, und das wir die aktuelle Tour als Medienpartner präsentieren dürfen.

Umso mehr ärgert es mich, dass sie nicht in Berlin vorbei schauen. Ich möchte die Musikgenies gerne einmal live erleben und mich live von diesen Liedern entführen lassen. Und ich werde jetzt auch nicht viel mehr zu den Liedern und ihrer Brilliantheit schreiben, weil ich finde... die Musik spricht für sich selbst. Hört euch die Platte an und genießt einfach. Ihr dürft keine hohen Tempos erwarten, dafür bekommt ihr aber ausgereifte Stücke, die durch ihre Komplexität brilliant wirken. Augen zu... genießen und mehr sag ich dazu nicht. Absolut Top!!!

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