Review

SKYFORGER - Senprusija24.04.2015

SKYFORGER - Senprusija

SKYFORGER - Senprusija

Verfasst von Jana

Was die Band SKYFORGER uns hier auf die Ohren gibt, ist lettischer Pagan Metal mit Einflüssen aus zahlreichen Genres. Die Band besteht seit 1995, und nach bisher sechs Veröffentlichten Platten ist jetzt seit kurzem das siebte Studioalbum der Band, Senprusija auf dem Markt. Fünf Jahre hat diese Produktion seit dem Erscheinen des letzten Albums gedauert, und nun darf endlich beurteilt werden, ob sich das Warten gelohnt hat. Insgesamt bekommt man hier eine Genrevariation zu hören, die sich innerhalb des starken Einschlags von Pagan Metal sowohl an Einflüssen aus dem skandinavischen Black Metal, als auch am klassischen Heavy Metal des letzten Jahrhunderts bedient. Hinzu kommen Momente klassischer baltischer Musik, die die Herkunft der Band aufgreifen und raffiniert eingebunden sind in die Stimmung und den Klang des Albums.

Gleich zu Beginn des Albums führt der erste Song Senprusija ein in die nordische Herkunft der Band, und verwendet im Intro klare Einschläge des Black Metal mit Doublebass und seiner charakteristischen Screamingtechnik. Der Stil wechselt schnell zu einem eher folk- und paganlastigen Sound mit einem einfachen, aber eingängigem Riff und rauem Cleargesang. Zum Ende hin wird es melodischer, wenn der Gitarrenriff unterlegt wird von einer Flötenmelodie. Zum Ende hin klingt der Song aus mit einem mehr oder weniger klassischen Death Metal Sound. Solche vielseitigen Elemente gibt es auch in den weiteren Songs zu hören.

Sudavu Jatnieki erinnert vor Allem in der Gesangsspur sehr an KOORPIKLANI, während sich Songs wie Ramava und Tagad Vai Nekad an sehr klassischen Heavy Metal und Death Metal Kompositionen bedienen, wie auch die Soli des Albums. Der Gesang ist dabei mal thrashig und rau, mal klar und melodisch, mal gescreamt oder gegrowlt. Stellenweise sind dort, wo der Rhythmus etwas langsamer wird sogar Einflüsse des Doom Metal zu erkennen.

Fazit:
Sicher ist, ein Fehlen von Vielseitigkeit kann hier in keinem Fall bemängelt werden. Es sind zahlreiche Einflüsse vorhanden und geschickt verknüpft, allerdings ist das Spektrum, das SKYFORGER zu integrieren versuchen, für meinen Geschmack etwas zu groß. In einigen Songs wechseln die Stile sehr schnell und abrupt, wobei die Band immer dann am stärksten ist, wenn die Übergänge fließend gestaltet sind, und ein starker Einschlag von Folk und Pagan Metal vorhanden bleibt. Im Großen und Ganzen ist das Album aber ein Zuckerstück für Freunde von Vielseitigkeit, und hier waren definitiv ambitionierte und talentierte Musiker am Werk.

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