Review

SHOTGUN VALIUM - The Story Of Frank Tranquill11.04.2017

SHOTGUN VALIUM - The Story Of Frank Tranquill

SHOTGUN VALIUM - The Story Of Frank Tranquill

verfasst von Kalle

Hier kommt ein Album, das Freunde der gepflegten Langsamkeit und tiefen Töne sehr freuen wird. Shotgun Valium präsentieren mit "The Story Of Frank Tranquill" ihren neuen Longplayer und bleiben damit weiterhin auf der Überholspur. So könnte man denken. Ich mag die Erfurter auf eine gewisse Art und Weise, denn sie bringen mal ein paar andere Klänge in meinen Gehörgang. Allerdings ist es mir auf Dauer dann doch etwas zu Basslastig und Träge wirkend, was dort aus den Boxen kommt. Ich möchte nicht die Qualität der Songs und deren Inhalt abwerten, das wäre falsch interpretiert. Es ist mir einfach auf Dauer einfach nur zu wenig Tempo auf dem Album. Das ist aber nur mein persönlicher Geschmack.

Was die Erfurter hier auf den Silberling produziert haben, ist dennoch von höchster Qualität und zeugt von einer gewissen Intensität. Man hat sich über die Songs logischerweise gedanken gemacht, man erzählt damit ja immerhin eine Geschichte. Ob dieser mysteriöse Frank Tranquill nun "Mr. Devil", ein "Strong Man" oder ein "Angry Child" ist, die drei Jungs lassen in ihren Tracks so einiges an Tiefgründigkeit aufkommen. Hier lohnt sich das genau hören. Die Tracks sind, aufgrund der sanften Geschwindigket, gut zu verstehen. Allerdigns solltet ihr, wenn ihr gute Bassboxen oder Verstärker an eurer Anlage habt, etwas den Pegel nach unten drehen. Die Produktion der Platte ist so gut, das Basstöne schön hervorstechen.

Ihr müsst jetzt aber nicht denken, das der Name Programm ist. Das Album ist nicht voller Valium und lädt zum chillen ein. Songs wie "Revolution" halten euch ordentlich auf Trapp. Da kommt dann die Heavy Rock Keule um die Ohren gefeuert und die Jungs zeigen ihr ganzes Potential. Manchmal hat es hier und da etwas von Jam Session... schauen was so passiert... aber da steckt wirklich mehr dahinter. Auf dem Album gibt es eine Menge zu entdecken. Ihr solltet allerdings nicht vorher Dragonforce oder so gehört haben. Ich stell mir die Platte gemütlich am See vor... Lagerfeuer und n kühles Bier, dazu gemütlich im Liegestuhl abchillen und einfach mal die Sorgen vergessen. Ein Album für Genießer ist es in jedem Fall. Mein großer Favourit wird es aber leider, aufgrund dieser gewissen Trägheit leider nicht. Wenn ich Punkte vergen würde, dann wegen der Qualität und der so speziellen Art, wären es 7 von 10 möglichen Punkten. Also... ganz ordentlich. Hört einfach mal rein und macht euch selbst ein Bild von den Erfurtern.


Tracklist:

01. Mr. Devil
02. Ritual
03. Baby Got Me Going
04. Starship Riders
05. Strong Man
06. Broken
07. Revolution
08. Angry Child
09. The Last Ride

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