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SCORPIONS - Return To Forever24.02.2015

SCORPIONS - Return To Forever

SCORPIONS - RETURN TO FOREVER

verfasst von Pat St. James

"Wir hören auf! STING IN THE TAIL (2010) wird das letzte Scorpions-Album sein!", so hieß es bekanntlich kurz nach der Veröffentlichung vom besagten Album. Damals ging ein Raunen durch die Rockwelt, weil ja bekanntlich auch Judas Priest ihren Abschied angekündigt hatten.

Dann gingen die Hannoveraner auf Farewell-Tour und kurz darauf ruderte man schon leicht zurück und sagte: "Na ja, so ganz wollten wir nie zurücktreten. Wir wollen nur wieder so intensiv touren. Vielleicht spielen wir halt nur Festivals." Dann kam 2011 das Album COMEBLACK, was hauptsächlich aus Neueinspielungen alter Hits und einiger Coverversionen bestand.

2012, kurz vor Ende der Farewell-Tour teilte das Scorpions-Triumvirat (Klaus Meine, Rudolf Schenker und Matthias Jabs) mit, dass es bald ein neues Album geben wird (wie lautet die Definition von Abschied?). Dies soll hauptsächlich aus altem Material bestehen, dass sie zu Zeiten von BLACKOUT (1982) und LOVE AT FIRST STING (1984) geschrieben haben, die es damals aber nicht auf die Alben geschafft hatten.

Klingt im Großen und Ganzen erstmal super, schließlich reden wir hier auch von der Hochphase der Scorpions und zwei ihrer besten Alben.

Heute stellen wir folgendes fest:

1. Die Aussage, dass die Scorpions nie wieder großartig touren werden und wenn, dann nur Festivals spielen, wurde dieser Tage widerlegt, denn die Rocklegende bereitet sich gerade bekanntlich auf die große Jubliäumstour vor.

2. Das neue Album RETURN TO FOREVER hat nicht nur altes Material an Bord, sondern auch komplett neues - und es rockt wie Sau! Diskussionen beendet!

Fest steht, dass die Scorpions sich tatsächlich auf ihre Hochphase zurückbesonnen haben und uns hier haufenweise stattliche Rocker präsentieren.

Songs, wie der knackige Opener "Going out with a Bang", das eingängige "Rock'n'Roll Band" oder die erste Single "We built this House" gehen gut ins Ohr und zeigen eine Band die ihren dritten (oder vierten, oder fünften?) Frühling erlebt.

Natürlich dürfen auch die für die Scorpions typischen Balladen nicht fehlen. Aber, alles in allem ist dieses Album rund und alle male Besser, als die letzten Veröffentlichungen der Rock-Legende.

Fazit:
Dass die Scorpions immer noch relevant sind, haben die ausverkauften Hallen der letzten Tour gezeigt. Auch die Ex-Mitglieder Uli Jon Roth und Herman Rarebell erinnern sich an alte Glanztaten und veröffentlichen Scorpions-Hits in neuem Gewand. Und mit Michael Schenkers Temple of Rock haben wir auch eine Mini-Reunion, denn neben Schenker selbst spielen Herman Rarebell und Ex-Basser Francis Buchholz in der Band.

Aber, wenn das Original in den nächsten Jahren so weiterrocken möchte, wie auf diesem Album, dürfen sie gerne weitermachen.

In diesem Sinne
Rock On!!!!
Pat St. James

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