Review

SCARGOD - Stay In Track24.05.2017

SCARGOD - Stay In Track

SCARGOD - Stay In Track

verfasst von Sebastian

Aur Richtung Süden, dem schönen Österreich, kommt diesen Sommer etwas dunkles, düsteres und fieses auf uns zu. Aber dennoch möchte man es nicht missen! Damit geht es in diesem Review um den Neuling Stay In Track von den zwei Jungs rund um Scargod. Richtig gelesen, Scargod besteht seit der Gründung durch Dr. Maze Pain und den aktuell dazu geholten Musiker Wolfgang Rothbauer.

Auch wenn man mehrere Instrumente beherrscht fällt es nicht leicht zu zweit eine komplette Band zu sein, deswegen bekommt man für das Debut- und auch das aktuelle Album einen ganzen Haufen an Gastmusikern geboten. Als ich mich dem Album widmete ist mir zuerst das Cover ins Auge gefallen und weckte mein Interesse. Ein kleines Kind sitzt in einem zerstörten Gebäude, spielt vor einer Kerze friedlich mit Bauklötzen und im Hintergrund erkennt man mehrere Personen / Soldaten die sich wohl anschleichen und das Kind beobachten. Ich kann nicht sagen was mich an dem Artwork fasziniert aber ich sage mal, dass Dani Hofer beim Designe gute Arbeit geleistet hat. Das erste kure rein hören in die CD war dann jedoch für mich kein großes Highlight.

Später ein neuer Versuch. Und dann gleich noch einen bis ich sagte: Verdammt, das Album ist richtig geil! Ich wusste zwar nicht welche Art Metal ich da gerade gehört habe, aber es funktioniert richtig gut.

Wie Scargod selbst angibt spielen sie Innovative Austrian Symphonic Melodic Extreme Metal. Man könnte wohl auch noch ein paar mehr Genrebeschreibungen anhängen und hätte wohl noch immer nicht alle. Fakt ist man merkt Dr. Maze Pain und seinen Musikern die schiere Freude an der Musik an. Das Intro beginnt mit einem Piano, es verbreitet fröhliche Stimmung während ganz langsam die Drums einsetzen und der Stil ein wenig kraftvoller wird. Es folgen leicht verzerrte Gitarren bis das Instrumental schon vorbei ist. Genauso soft, anmutig und schön geht auch der folgende Track Collapsing Obligation los. Nur gesellt sich dann von jetzt auf gleich ein mächtiger gutturaler Gesang hinzu. Wenn dann auch sporadisch mal kurzzeitig das Tempo angezogen wird, sich ein weiterer krächzender Gesang zu dem growlen gesellt, ist klar das hier diese düstere Seite der Metalheads bedient wird. Jedoch finden in jedem Song so viele Arten von Stilbrüchen, Tempowechseln, Gesangsarten statt das auch Leute wie ich, die eigentlich eher Heavy-, Power- und Thrashmetal hören, einen riesen Spaß haben werden.

Auch wenn es extrem schwer fällt würde ich als Anspieltip The Inhumanity Of The Tragedy und Cognitve Dissonance nennen. Wenn die gefallen kann man getrost im nächsten Shop zugreifen. Etwas Gutes tut man dabei ebenfalls noch. Und zwar gab die Band bekannt, dass die Hälfte des Reingewinns durch die neue CD oder Download an die DEBRA Austria geht. Dies ist eine Organisation die sich um die sogenannten Schmetterlingskinder kümmert. Das Statement von Martin "Maze Pain" Moser ist auf der Facebookseite der Band nach zu lesen.

In dem Sinne ende ich hier und rate euch: Leiht dem Album mehr als nur ein Ohr.

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