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RUSSKAJA - Kosmopoliturbo27.07.2017

RUSSKAJA - Kosmopoliturbo

RUSSKAJA - Kosmopoliturbo

verfasst von Matthias

Österreichische Bands sind grade in Deutschland seit den letzten Jahren der Renner. Im Falle von Russkaja mischt sich das dann auch noch mit einer großen Spur russischem Charme. Kaum eine Band hat es in den letzten Jahren so wie sie geschafft, sich bei Fans eines eigentlich anderen Genres festzuspielen. Ihre wiederholt sehr guten Auftritte beim Wacken Open Air werden da wohl ihr übriges getan haben. Pünktlich zu ihrer nächsten Runde Wacken kommt nun auch ihr neues Album Kosmopoliturbo auf den Markt. Wie es klingt werdet ihr gleich erfahren.

Kosmopoliturbo bietet 10 Songs bei einer Spielzeit von 37 Minuten. Schon ab der ersten Sekunde wird feinster Ska abgeliefert mit dem man sich perfekt eingrooven kann. Auch die einprägsame Stimme von Georgij hilft dem Song direkt im Ohr hängen zu bleiben und wenn dann im Mittelteil die russische Melancholie in der Melodie mitschwingt hat man wieder ein typisches Russkaja - Feeling. Deutlich rasanter geht es mit dem Song Alive weiter. jedenfalls gilt das für die Strophen denn im Refrain wird ordentlich gegrooved. Hier hört man deutliche Hiphopeinflüsse raus bevor es dann gewohnt rasant weiter geht. Hello Japan legt die bisher härteste Gangart an den Tag und leitet mit einem deftigen Metalriff in den Song ein. Die Blasinstrumente sorgen für zusätzlichen Druck und werden immer wieder sinnvoll in den Song eingebunden. All das wird dafür sorgen, dass dieser Song definitiv was für den Moshpit sein wird. Die erste Hälfte wird mit dem Song Volle Kraft voraus abgeschlossen. Hinter diesem Track verstecken sich nautische Melodien und ein gefühlvoller Gesang. Zudem gibt es hier einen Deutschen Text und im Refrain wohl einen Piratenchor.

Im zweiten Teil der CD verbergen sich mit Cheburaschka und Chef De Cuisine zwei richtig schöne Temponummern. Beide laden nur so zum Moshen ein und sind dank ihrer eingängigen Refrains direkt mal Ohrwürmer. Vor allem Chef De Cuisine legt zum Ende hin noch einmal eine Schippe drauf und sollte live ein echter Hit sein. Das Ende von Kosmopoliturbo bildet ein dahingeschmachtetes Stück mit dem Namen: Send You An Angel. Das Ganze wirkt aber nicht kitschig, sondern ist recht gelungen, da man der band diesen Sound abkauft. Dank der Geige und dem tiefen Gesang wird es zum Ende echt gefühlvoll und irgendwie auch versöhnlich, da man den Hörer nicht mit Highspeed entlässt.

Kosmopoliturbo ist ein wundervolles Album, das sich richtig gut durchhört. Es ist abwechslungsreich und verliert dadurch nicht an Spannung. Den Österreichern mit der russischen Seele ist hier eine empfehlenswerte Platte gelungen.  

Setlist:


1. Hey Road
2. Alive
3. Still In Love
4. Hello Japan
5. Volle Kraft Voraus
6. Mare Mare
7. Cheburaschka
8. La Musica
9. Chef De Cuisine
10. Send You An Angel

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