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REVOLUTION SAINTS - Revolution Saints28.04.2015

REVOLUTION SAINTS - Revolution Saints

REVOLUTION SAINTS - Revolution Saints

verfasst von Jana W.

Mal was ganz Neues ist die Band REVOLUTION SAINTS, ihre Musiker dagegen überhaupt nicht. Gitarrist Doug Aldrich ist wohlbekannt aus WHITESNAKE und DIO, sein Bandkollege und Bassist Jack Blades war zuvor bei RUBICON und NIGHT RANGER zu hören. Die größte Besonderheit dieser frisch gegründeten Band ist ihr Drummer Deen Castronovo, bekannt aus einem Projekt des BLACK SABBATH Bassisten und als Drummer für Ozzy Osbourne, der in dieser Band nun gleichzeitig zu den Drums seine Engelsstimme zum Besten gibt. Die Musiker sind also alte Hasen im Geschäft; ihr neuestes Projekt wurde aber erst im vorherigen Jahr gegründet, und vor kurzer Zeit brachten sie ihr Debütalbum, betitelt nach ihrem Bandnamen, Revolution Saints auf den Markt. Dabei ist der Background der Bandmitglieder eigentlich schon ein Qualitätssiegel, aber man darf trotzdem gespannt sein.

Back On My Trail bietet den Einstieg in das Album als schnelle, schwungvolle Nummer mit gutem Rhythmus, einfachem Riff und gekonnt gestalteten Harmonien. Man merkt sofort: hier sind echte Profis am Werk. Der Song ist energetisch und eingängig, den Höhepunkt bildet ein wirklich starkes Solo. Nicht zuletzt ist auch der Gesang großartig. Zwar bedient Deen Castronovo nicht viele Tonlagen, aber er weiß, was er kann, und das kann er auch wirklich gut. Harmonisch aber kraftvoll, und genau wie die Musik mit genau der richtigen Härte.
Turn Back In Time klingt ganz ähnlich, etwas langsamer, aber trotzdem so kraftvoll wie sein Vorgänger, sowohl instrumental als auch stimmlich. Hier kommt besonders die Emotion in der Gesangsstimme durch, die die Musik gut ergänzt. Als nächstes folgt ein langsameres Stück, in der Studioversion mit einer Pianospur ergänzt (ob das live auch so ist bleibt zu hoffen). Wieder sehr melodisch und gefühlvoll, und was die Gesangsstimme immer noch an Power besitzt, lassen die übrigen Instrumente hier leider vermissen. Man mag argumentieren, dass das so sein muss, aber mir persönlich fehlt in solchen Balladen leider viel zu oft der Rock zum melodischen. Wie You?re Not Alone schlägt auch Way To The Sun in die langsamere, betont gefühlvolle Sparte, allerdings bringen in Letzterem die Instrumente einiges mehr an Druck auf, was dem Sound des Songs definitiv zu Gute kommt, ohne das Feeling zu verfremden. Auch das Gitarrensolo ist hier auf den Punkt gebracht: langsam, dramatisch und emotionsbeladen.

Danach wird es wieder schneller. Dream On ist mein persönliches Highlight auf der Scheibe, bei diesem Riff und Rhythmus muss man einfach mitwippen. Auch die Gesangsstimme ist beeindruckend. Nicht, dass das in den anderen Songs der Platte nicht auch so wäre, aber trotzdem soll das an dieser Stelle noch einmal erwähnt werden. Es folgt wieder ein langsamer Song, und insgesamt geben sich auf diesem Album die Tempi die Klinke in die Hand. Mal schnell, dann wieder langsam, wobei mir persönlich die schnelleren Stücke weitaus mehr zusagen.
Fazit: Das hier ist nichts bahnbrechend Neues oder Aufregendes: Melodischer Rock mit melodischem, energetischen Gesang und klaren Power Metal Einschlägen. Keine Revolution, bereits gehört und für gut befunden. Brandneues braucht man aber ohnehin nicht immer. Das hier ist genau wie die Musiker, die das Werk zusammengeschustert haben: Alt, aber verdammt gut, und wirklich nette Mukke wenn man es mal etwas leichter mag.

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