Review

REBEL COLLECTIVE - Middle Age Famous04.05.2015

REBEL COLLECTIVE  - Middle Age Famous

REBEL COLLECTIVE  - Middle Age Famous

verfasst von Karla the Fox

Die verbündeteten Rebellen... ich würde es ja feiern, wenn dieses Review genau am 4. Mai online gehen würde, weil da ist Star Wars-Tag ("May the Fourth be with you") und dann hätten die Rebellen von Rebel Collective gleich ganz viele enthusiastische Mitstreiter... aber darum geht´s eigentlich nicht. Das Album Middle Age Famous hat nicht mal im Ansatz was mit Sci Fi am Hut, das bewegt sich lieber ganz bodenständig über den Planeten Erde.

4 Freunde aus Schweden, Haze, Genz, Een und Otto, wie sie sich selbst gegenseitig rufen, hatten die "Schnappsidee", eine Band zu gründen - und hier sind sie nun. Rebel Collective stellen ihren Stil folgendermaßen vor: "Beerdrinkin´, Whiskeystinkin´, Boogie Metal DeLuxe!" Na, also wenn das nicht neugierig macht!
Ein Full length Album soll Middle Age Famous sein. Ich lass das mal gelten, denn die Spielzeit beträgt bei 9 Songs nur etwa 32 Minuten. Das geht ziemlich flott vorüber.

Braucht Boogie Metal mehr Zeit? Was soll man sich überhaupt darunter vorstellen? Mh, eine ordentlich Portion Schwung eben. Nicht ganz so ernst, nicht so eiskalt und auch nicht so, ich nenn es mal "naturverbunden" wie viele Metalgruppen aus dem Norden sich präsentieren. Rebel Collective geht es um Party und Power. Beides ist auf Middle Age Famous inklusive. Was eben nicht drauf ist, ist Ruhe in jeglicher Form. Im kreischenden Gitarrensound ist der Vierer Profi, im Soundverzerren auch, in Besinnlichkeit gibt´s ne glatte Sechs. Ein Song wie "Baby Blue" oder auch "California" reibt dem Hörer die Liebe der Band zu den Vereinigten Staaten unter die Nase (es sei denn, der Kram ist ironisch gemeint), mit dem Weltschmerz, den man dort aber hasst. Je "Boogie"-mäßiger die Riffs desto cooler (z.B. Anfang von "Rock N Roll Rebel"). Die Stimme von Vocalist Haze geht schon arg auf die Stimmbänder, der braucht danach sicher erst mal einen heißen Tee. "Aggressiv" triffts bei diesen Vocals wohl am besten. Wahrscheinlich wird der Gute aber Bier trinken und mit seinen Fans, von denen ein großer Anteil männlich und für die Band gute Freunde sein dürften, einen punkigen Dreck auf die Welt außenrum geben. Wenn man den Text von "Relations and Wealth" genauer untersucht, stößt man sicher auf eine Menge Sozialkritik und das gesamte Album scheint zu sagen: "Scheißt auf die Regeln - macht eure eigenen!"
 

Alle CD Reviews

Treffer 1 bis 200 von 1058