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PRIMORDIUM - Aeonian Obsolescen22.04.2015

PRIMORDIUM - Aeonian Obsolescen

Primordium - Aeonian Obsolescen

verfasst von Jana W.

Dieses gute Stück hört auf den Namen Aeonian Obsolescence und ist das brutalste Stückchen Metal, das ich seit einer ganzen Weile in den Fingern hatte. Fabriziert wurde es von der Band Primordium und ist schon einige Wochen auf dem Markt, aber als erstes Release dieser Band ist die EP ein wohlgehütetes Geheimnis der amerikanischen Szene. Das mag an der extremen Richtung liegen, die Primordium einschlagen, aber das Album hat noch so einiges Andere zu bieten.

Eine Sache vorweg: Wer nicht gern angeschrien wird, lässt hiervon lieber die Finger. Denn was geboten wird ist ein durchgehendes Auf- die- Fresse, wenn auch auf hohem Niveau und in anspruchsvoller Komposition.

Im Intro lässt es die Band noch etwas leichter angehen, aber auch diese ersten zwei Minuten zeigen bereits klar in welche Richtung es gehen wird. Vergleichsweise langsam ist hier eine tragende Melodie hinterlegt mit harten, schnellen Gitarrenakkorden und Doublebass. Das Intro geht dann direkt über in den ersten Song, der ein exzessives Tempo anschlägt, das auch bis zum Ende der EP nur selten wieder vermindert werden wird. 

Die extrem aggressiven Growls und das Schlagzeug lassen wenig melodisches erkennen. Die Gitarren bieten einen Kontrast davon, mit sehr schnellen, anspruchsvollen Melodiespuren. Hier gelingt der Spagat zwischen hart und brutal, und trotzdem melodisch und strukturiert. Gepaart wird diese Kombination von Extreme Metal und melodischem Klang mit Orchesterelementen, neoklassischen Momenten und progressiven Einflüssen. 

Besonderes Augenmerk sollte gelegt werden auf The Incursion. Während die Schallgeschwindigkeit der Musiker, die kaum noch zu toppen schien, noch einmal erhöht wird, erklingt im Hintergrund das Melodiegebilde, das auf der (leider sehr kurz gehaltenen) EP meiner Meinung nach am meisten Aufmerksamkeit verdient. Wie auch die übrigen Stücke ist dieses virtuos komponiert, und unterstreicht die Qualitäten der Musiker sowohl an ihren Instrumenten, als auch im Songwriting.
Fazit: Diese Band ist ein echter Geheimtipp der amerikanischen Szene. Primordium sind gleichzeitig melodisch und brutal, und für jeden Liebhaber extremer Richtungen ist das Reinhören in dieses Album dringendst empfohlen.

Die EP besitzt eine erschreckend kleine Laufzeit; enttäuschend, denn kaum hat man auf Play gedrückt, ist das Ganze auch schon wieder vorbei. Wer es hart mag wird hier aber voll auf seine Kosten kommen, und auch für Fans anspruchsvoller Kompositionen und Melodien ist die Platte genau das Richtige. Wer Wert legt auf Vielseitigkeit und Variation sollte hiervon dennoch die Finger lassen- obwohl es hier einiges zu verpassen gäbe.

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