Review

Phil Campbell And The Bastard Sons - The Age Of Absurdity13.02.2018

Phil Campbell And The Bastard Sons - The Age Of Absurdity

Phil Campbell And The Bastard Sons - The Age Of Absurdity

verfasst von Ben S.

32 Jahre hat Gitarrenlegende Phil Campbell bei und für "Motörhead" das sechssaitige Instrument beackert. ... hm, muss man das eigentlich noch irgend jemanden sagen und erklären?! Wer sich auf dieser Internetseite herumtreibt und hier die Reviews liest, sollte ja schon etwas für Rock Musik übrig haben.

Also verkneife ich mir das Rumgelaber und komme schnörkellos zu "Phil Campbell And The Bastard Sons" Debüt "The Age Of Absurdity". Denn genau das ist und bietet diese Platte auch. Schnörkellosen und unkomplizierten Heavy Rock. Ehrlich, aufrichtig und frei von der Leber weg. Alle 11 Stücke wissen zu überzeugen und bieten einen Groove und Drive, der schon, kompositorisch, im "Motörhead"-Fahrwasser angesiedelt ist. Aber die Gefahr, nur eine Kopie oder gar Imitation der genannten und legendären Band rund um den verstorbenen Großmeister Lemmy Kilmister zu kreieren, wurde gekonnt umschifft.

Besonders gut gefällt mir die Wahl des Sängers Neil Starr. Dieser stellt nämlich auch keine Lemmy-Imitation dar und erinnert eher, wenn man denn überhaupt vergleichen möchte, an M. Shadows von "Avenged Sevenfold". Dies gibt den Songs den nötigen Charakter, sich von bekannten "Motörhead"-Strukturen abzulösen. Warum sollte Herr Campbell auch einfach nur da weiter machen, wo er bei "Motörhead" aufhören musste? An einem Mangel an Songklassikern, die man auf einer Tour live spielen kann, wird es ja wahrscheinlich nicht liegen. Warum dann also nicht mal was Neues wagen?

"Phil Campbell And The Bastard Sons" gelingt es eigenständig genug zu sein und sie liefern Musik, die einfach Spaß und gute Laune macht. Wie eingängig das Ganze nun aber ist, muss natürlich jeder für sich selber beantworten. Ich für meinen Teil freue mich schon auf die Tour.

So kann es für Herrn Campbell und seine Bastarde (drei der Bandmitglieder sind übrigens seine eigenen Söhne) gerne weiter gehen.

Tracks:

01. Ringleader
02. Freak Show
03. Skin And Bones
04. Gypsy Kiss
05. Welcome To Hell
06. Dark Days
07. Dropping Needle
08. Step Onto The Fire
09. Get On Your Knees
10. High Rule
11. Into The Dark

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