Review

PANZER - Send Them All To Hell05.01.2015

PANZER - Send Them All To Hell

The German Panzer - Send Them All To Hell

verfasst von Rob H.

Hier kommt eine weitere Abrissbirne aus deutscher Schmiede. Der Name ist (vermute ich mal) so gewählt, um sich rechtlich von der chilenischen Band "Panzer" abzugrenzen.

Beim Anblick des Covers und dem sehr martialischen Bandnamen muss ich erst mal ein wenig schlucken. Die werden doch wohl nicht rechts abbiegen? Die Kombination dieser Worte wird schließlich selten mit etwas Positivem assoziiert... für Aufmerksamkeit ist dadurch also schon mal gesorgt. Musikalisch vermute ich ein paar Ausflüge in schnellere Old-School-Gebiete. Der erste Song "Death Knell" bestätigt diesen Eindruck absolut, so dass ich mich ein wenig im Internet umhertreibe, um die weiteren Hintergründe zu erforschen. Und siehe da! Die Befürchtungen sind unbegründet, "Panzer" ist vielmehr eine sogenannte Supergroup mit dem selbstgegebenen Auftrag, den deutschen Urzeit-Metallern Schmier (Destruction), Herman Frank (Accept, Victory) und Stefan Schwarzmann (Accept) als musikalischen Spielplatz zu dienen.

Man schmeiße die drei in einen Raum, lasse das ganze unter Zugabe einiger Instrumente eine Weile brodeln und heraus kommt eine knallharte Hommage an die letzten 30 Jahre des Heavy Metal. "Wir wollen das Rad des Metal nicht neu erfinden. Wir spielen einfach die Musik, die wir lieben. Auf den Scheiß fahren wir schon ab, seit wir Teenager sind".

Unter Berücksichtigung ihrer aktuellen Hauptbands muss das eigentlich nicht extra betont werden, erklärt aber die grundlegende Motivation der Drei-Mann-Armee.
Mit geballter Kraft und 30 Jahren Erfahrung im Nacken zaubern die Metal-Veteranen einen Kracher nach dem anderen aus dem Hut. Parallelen zu Genregrößen der vergangenen Jahrzehnte sind reichlich vorhanden und dürften generationsübergreifend für schmerzende Nacken sorgen. Neben krachenden High-Speed Knüpplern ("Temple of Doom", "Virtual Collision" u.a.) kommen auch massive Headbanger nicht zu kurz ("Panzer", "Mr. Nobrain", "Roll the Dice"), und immer hört man das Know-How und die Expertise der beteiligten Musiker heraus. Tatsächlich klingt es genau so, wie man es bei der Kombination erwarten würde, und das ist verdammt gut so!

Mit dem Summer Breeze 2015 wurde bereits der erste Open Air-Auftritt bekannt gegeben, weitere sollen folgen. Wenn die Herren die Scheibe auch live in der Art präsentieren können, stellen sie eine Bereicherung sowohl für jedes Line Up als auch für jede Plattensammlung dar!

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