Review

ORDEN OGAN - Ravenhead19.01.2015

ORDEN OGAN - Ravenhead

ORDEN OGAN - Ravenhead

verfasst von Pat St. James

Ihr könnt mich jetzt Lügen strafen oder mich der Blasphemie beschuldigen: Ich unterstütze jeden Artikel und jede Aussage, die von Orden Ogan als legitime Nachfolger von den legendären Running Wild und die einzig wahren Thronfolger von Blind Guardian sprechen! So, jetzt ist es raus. Ich weiß, dass auch Bandkopf Sebastian "Seeb" Levermann das nicht so unterschreiben will, ist aber so. Denn, wo ein bereits auf Grund gelaufenes Schiff wie Running Wild wieder versucht Fahrwasser zu bekommen, aber längst nicht mehr die Klasse aufweisen können wie früher, zeigen hier die Sauerländer, welch feines Gespür für große Melodien und Hymnen aufweisen und diese mit filigranen Soli veredeln. Auch eine gewisse Epik in der Musik ist ihnen zuteil, womit die Kurve Richtung Blind Guardian geht.
Sicher, das epochale, ausladene Quäntchen, welches die Krefelder aufbieten fehlt Orden Ogan - weshalb Guardian auch weiterhin den Thron des Melodic Metal besetzen.

Doch genau das wollten Orden Ogan auch so. Schließlich wollen sie keine billige Kopie genannter Bands sein, sondern lieber ihr eigenes Süppchen kochen. Klar hört man schon den Einfluß der genannten Bands plus weiterer Legenden wie Accept heraus, aber eben nur unterschwellig.

Wie all die anderen Alben vorher, so folgt auch dieses Album einer kleinen Rahmenhandlung, die sich um den fiktiven Charakter (und Band-Maskottchen) Alistair Vale, der sich diesmal zum Kloster "Ravenhead" begibt - dem Sitz des Orden Ogan (!!!!).

Aber, die Story ist eigentlich nicht so wichtig, denn die Songs stehen hier absolut für sich selbst. Oftmals ist es ja bei Konzeptalben so, dass man die Songs nicht aus dem Kontext reißen kann - hier allerdings nicht. Die Story dient lediglich als Brücke. Die Musik steht absolut im Vordergrund und lässt den geneigten Fan auf jeden Fall schwärmen. Und wenn dann der letzte Ton vom Album verklungen ist, weiß wohl auch der letzte Zweifler, was ich mit meiner eingangs erwähnten These meinte: Hier ist die Zukunft des Melodic Metal!

Fazit:
Unbedingter Kaufzwang! Ein Muss für jeden Fan vom melodischen Metal.

In diesem Sinne
Rock On!!!!

Pat St. James

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