Review

NIVIANE - The Druid King18.05.2017

NIVIANE - The Druid King

Niviane - The Druid King

verfasst von Ben S.


Die fünf US-Bürger von "Niviane" haben sich das Ziel gesetzt, dem amerikanischen Power-Metal neuen Wind einzuhauchen. Demzufolge betiteln sie ihr Schaffen auch als "A new breed of american power metal". Da sich amerikanischer und europäischer Power-Metal doch durchaus voneinander unterscheidet, lohnt es sich, mit einem Paar europäisch verwöhnter Ohren doch gleich mal genauer hinzuhören.

Also was haben wir denn da gleich am Anfang? Oh wie spannend und interessant, ein wenig Schwert-Geklimper, sehr originell die Herren, wirklich sehr originell (Sarkasmus aus). Irgendwas in mir wollte schon eine voreilige Entscheidung fällen und das ganze Ding als uninspirierten, wenn auch vielleicht und hoffentlich gut kopierten EU-Stil-US-Power-Metal abtun, doch ein Glück habe ich nach besagtem und wirklich klischeehaftem Intro nicht gleich auf Stop gedrückt.

Der erste Track "The Berserker" geht nämlich mal gleich richtig nach vorne und erinnert mich teilweise an "Visions Of Fate" von "Primal Fear". Ob das nun gewollt ist oder eine ungewollte Ähnlichkeit darstellt, kann und will ich nicht beurteilen. Das ist letztendlich auch vollkommen egal, denn insgesamt finden die Jungs von "Niviane" doch recht schnell eine eigene Richtung. Der Song wird durch einen weiteren Sänger sowie weibliche Verstärkung aufgelockert und ist, wie auch das restliche Album, wirklich gut und ansprechend produziert.

Mir gefällt es auch, dass hier zwar Keyboards am Start sind, diese sich aber wirklich nur im Hintergrund aufhalten und für ein wenig mehr Atmosphäre sorgen. Das kann man vom Intro von "War Of Immortal" leider nicht sagen. Wie schon am Anfang der Platte ist hier der Lärm einer Schlacht zu hören und sorry, das erzeugt langsam echt keine Stimmung mehr und regt eigentlich nur noch zum Gähnen an. Dies ist einfach ein zu ausgetretener Pfad und diesen sollten und müssen "Niviane" gar nicht betreten. Ihr Songmaterial ist gut und mit diesem Debütalbum können und werden sie sich sicherlich ein paar Fans erspielen.

Netter, ansprechender und gut gemachter US-Power-Metal im EU-Stil. Auch wenn sich vielleicht nichts auf Dauer in den Gehörgängen festsetzen wird.

Tracks:

01 The Berserker
02 Adrestia
03 Watch The Banners Fall
04 Into Twilight
05 Gladiator
06 Arise Samurai
07 Elegy
08 March Of The Jötunn
09 War Of Immortals
10 Heaven Overflow
11 The Druid King

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