Review

NINJASPY - Spüken29.03.2017

NINJASPY - Spüken

NINJASPY - Spüken

verfasst von Sebastian

Ja, wie soll ich mit dem Bericht zu dem Werk Spüken von der Band Ninjaspy beginnen. Ich beginne mal nicht mit der Band an sich, sondern mit dem Cover. Eine Frau, eher eine Großaufnahme des Mundes, aus deren Munde Wurzeln, Glasscherben, Fahrradketten und Blut hervorquillt. Klingt abgedreht - ist es auch! Alleine durch das Cover hat man schon mal eine grobe und schräge Erwartung an das Album. Und diese auch zu Recht. Mit Spüken wird von den drei kanadischen Jungs Joeal, Adam und Tim ihr drittes Werk seit der Gründung im Jahre 2001 released.

Da ich die Vorgänger der Platte nicht kenne und nur dieses Werk beurteilen kann, muss ich sagen das es keine Nische gibt in die ich sie stecken würde - außer das es extrem ist. Sie selbst bezeichnen Ihren Stil als Skankore, ich würde sagen es ist von Allem hin wieder etwas drin. Man nehme Metal, Core, Ska, Jazz teils auch etwas Reggae und packe in jedem Moment ein wenig Wahnsinn hinzu. Fertig ist Spüken! Allerdings blieb die Platte immer unter der von mir erwarteten Extremität die ich nach dem Blick auf das Cover hatte. Das ist allerdings für mich persönlich eher was positives, denn so steckt für mich in fast jedem Song soviel Abwechslung zwischen Core- und Cleangesang, zwischen "Gedresche" und schönen Melodien an der Gitarre, das jeder Titel Momente hat die einfach ins Ohr gehen und auch dort bleiben. Mal ist es ein Refrain, mal ein Dialog. Aber im Endeffekt zeigt Ninjaspy damit wirklich gutes Gespür für ihr musikalisches schaffen.

Wenn ich nun Anspieltipps nennen sollte fällt es mir etwas schwer. Man muss erst Mal diese experimentelle Musik mögen und dann wird das auch mit dem Album. Aber meine drei Favorites sind "Shuriken Dance", "Become Nothing" und "What!!". Warum ich gerade diese nenne kann ich kaum begründen. Sie blieben mir einfach als erstes im Kopf. Das es aber auch etwas ruhiger und mit feinfüligerem Gesang geht wird mit dem Lied "Grip The Cage" gezeigt - ebenfalls wert angespielt zu werden. Eigentlich kann ich nur raten ab dem 14.4., wenn die Platte online released wird, ihr eine Chance zu geben. Sie wird mit ihrer wirklich tollen Musik viele Leute finden der sie gefällt, aber auch viele die die nichts damit anfangen können. Als grobe Umschreibung würde ich eine Band wie System Of A Down nennen die noch viel mehr musikalische Experimente wagen. Von mir gibt es eine Empfehlung!

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