Review

NIGHON - The Somme22.02.2017

NIGHON - The Somme

NIGHON - The Somme

verfasst von Kalle

Als ich das zweite Album der Finnen zum ersten Mal hörte, da habe ich ein wenig an Amy Lee und ihre Band Evanescence gedacht. Das aber in einer anderen Art und Weise, doch stimmlich hier und da schon. Zum Anderen dachte ich aber auch an Deadend In Venice, eine ehemalige Band aus Leipzig, die mit ihrem Melodic Death Metal schon sehr in die Richtung von Nighon kommen. Bei den Finnen muss man jetzt aber noch etwas Industrial dazu packen und kann damit so ungefähr beschreiben, was auf dem zweiten Werk zu erwarten ist. Die Band hat sich 2008 gegründet und sieht man die Promofotos, dann hat man eine ungefähre Ahnung, was das Thema der Band sein könnte. Es dreht sich viel um Krieg. Die Band posiert geschminkt und bewaffnet auf einem alten Panzer. Interessantes Motiv und toll umgesetzt. Passt die Beschreibung auch auf die Platte.

Ich kann es mit einem klarem Ja! beantworten. Ingesamt hat die Band 14 Songs auf die Platte gepresst und die wirken von Beginn an sehr gut produziert. Im Vordergrund kann man hier kaum etwas stellen, da alles eine Einheit bildet. Doch besonders sind schon die Gesangparts. Fette Growls treffen auf zerbrechliche Stimme - Tiefe Screams gehen in deftige Höhen. Untermalt wird das Ganze von einem Riffgewitter und satten Drums, zärtlichen Keyboardtönen und immer wieder kleinen Einspielern, die zur Gesamtwirkung der Platte beitragen. Man hat sich auf der Platte ein Konzept überlegt und das ziehen sie auch super durch. Klangvolle Songnamen wie "Lest We Forget", "The Greatest Of Catastrophes", "I Fear For Tomorrow" lassen erahnen, was der Inhalt sein wird. Am geilsten finde ich noch den Songnamen "Blow Them To Hell". Die Songs bedienen sich mehreren Geschwindigkeiten. Mal bekommt ihr eine flotte Nummer, mal wird es richtig träge und Schwermütig. Speziell der Mittelteil der Platte ist doch etwas schwerfällig. Das gehört aber alles zu dem Konzept der Platte.

Die Produktion ist verdammt gut geworden. Man vernimmt alle Tonspuren klar und deutlich. Kein Instrument oder Gesangsspur legt sich dominant über andere Parts und somit ist das schon sehr angenehm zu hören. Macht viel Spass die Platte und gilt für mich als ein absoluter Geheimtipp. Meine Anspieltipps sind "I Fear For Tomorrow", "Somme", "Scharnorst" und "The Greatest Of Catastrophes".


Tracklist:
1. Marseille 1914
2. The Greatest Of Catastrophes
3. The Dirge
4. Lest We Forget
5. Medic
6. Blow Them To Hell
7. Altafjord
8. Schamhorst
9. Reclaiming Ravenpoint
10. You Do Not Know What The Night May Bring
11. Minor Secundus
12. Tragèdie
13. I Fear For Tomorrow
14. Somme

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