Review

NICKELBACK - No Fixed Adress14.12.2014

NICKELBACK - No Fixed Adress

NICKELBACK - No Fixed Adress

verfasst von Pat St. James


Die wahrscheinlich größte Rockband Kanadas meldet sich nach gut drei Jahren mit einem neuen Studio-Album zurück - Nickelback.

Nickelback sind schon immer ein zweischneidiges Schwert gewesen. Sie polarisieren - entweder man liebt sie, oder man hasst sie. Eigentlich gibt es wenig dazwischen.

Was man Chad Kroeger nicht absprechen kann, ist sein feines Händchen für Hits. Alleine hier in Deutschland landete die Band im Laufe ihrer Karriere 17 Charterfolge, wovon 6 Hits in den Top Ten landeten. Auch von den sieben vorangeganenen Alben (NO FIXED ADRESS ist bereits das achte Studio-Album der Kanadier) platzierte Nickelback fünf Alben in den deutschen Top Ten und auch für das neue Album sieht die Prognose hierzu recht positiv aus.

Man muss Nickelback auch zugestehen, dass jedes Album immer geile harte Rocker an Bord hatte. Klar, dass es Balladen wie "Someday" (von THE LONG ROAD; 2003) oder "Photograph" (von ALL THE RIGHT REASONS; 2005) in die Dauerrotation der Radiosender schafften, nichtsdestotrotz haben die Kanadier immer wieder bewiesen, dass sie vor allem Live richtig abrocken.

Nun liegt mir also das neue Album vor. Ich muss zugeben: Selbst für mich als Nickelback-Fan ist es schwer es auf Anhieb gut zu finden.

Ich war echt begeistert von der Vorab-Single "Edge of a Revolution", ist dies doch so ein Rocker, von dem ich eingangs geschwärmt habe. Auch der Eröffnungstrack "Million Miles an Hour" weiß zu überzeugen. Aber schon ab Track 3 "What are you waiting for?" sieht es so aus, als ob den Routiniers das Ruder ausser Kontrolle gerät - Was für ein Scheiß Song. Die Disco-Nummer "She Keeps me Up" macht das Ganze auch nicht besser - anscheinend hat die Hochzeit mit Avril Lavigne mehr Nebenwirkungen auf die Bandgeschicke als befürchtet.

Erst ab "Make me Believe again" scheinen Chad Kroeger und seine Mannen das Ruder wieder rumzureißen und den Dampfer wieder auf Kurs zu bringen. Und, bis auf zwei weitere kleine Aussetzer ("Satellite" und "Miss You") bleibt es Gott sei Dank auch auf diesem Kurs und beschert uns auch einen richtigen Groover in bester ZZ Top/ Lynyrd Skynyrd-Tradition ("Get ´em Up").

Fazit:
NO FIXED ADRESS ist definitiv das schlechteste Album in der Discographie von Nickelback - Leider. Jedoch lohnt sich ein Kauf trotz alledem, denn über die Hälfte der Songs sind gut bis sehr geil! Bleibt jetzt nur zu hoffen, dass das nächste Nickelalbum wieder weniger Einfluss von Ms. Lavigne hat.

In diesem Sinne
Rock On!!!!
Pat St. James

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