Review

NECRODIUM - Remnants03.08.2015

NECRODIUM - Remnants

NECRODIUM - Remnants

von Oli

Man schaut auf das Cover der Scheibe und weiß ganz genau was jetzt kommt - Brutal Death Metal. Necrodium kommen aus Finnland, haben sich 2006 gegründet und am Mikrofon steht bei ihnen kein Grunzer sondern eine Grunzerin, was man durchaus auch hört. Leider kommen wir da auch schon zum ersten Minuspunkt. Es mag persönlicher Geschmack sein, aber die einzige Frau, die gut guttural singen kann ist für mich Mascha Archipowa von Arkona. Die meisten anderen Sängerinnen finde ich meist eher bescheiden, aber bei diesem Thema spalten sich ja bekanntermaßen die Geister.

Das Album beginnt mit einem Intro aus Regen, Donner und knarrenden Türen, das auch aus einem Horrorfilm stammen könnte und dann beginnt das Album Remnants. Was dort auf einen zukommt ist brutalster Death Blastbeats, atonale Gitarrenläufe und ein Bass aus der Hölle. Von Zeit zu Zeit kommt mal eine interessante Idee , wie ein Offbeat oder eine kleine Melodie auf, die aber nicht weiter verfolgt wird. Schade! Hier wird Potential verschenkt das Album interessant zu gestalten. Die Growls von Frontfrau Linda Koskinen sind unglaublich monoton, sowohl von der Tonlage als auch vom Rythmus her. Hier kommt nur ab und zu ein Lichtblick auf, wenn Gitarrist Henry Alén ins Mikrofon grunzt und somit in den Gesang etwas variiert. Leider passiert das zu selten. Das einzig Interessante ist das Drumming von Kim Etelävuori, der teilweise für Death Metal unkonventionelle Spielarten in die Lieder einbaut. Im Gesamten ist mir "Remnants" von Necrodium viel zu eintönig, was größtenteils am Gesang liegt. Hier und da wird auch Potential für Abwechslung verschenkt. Ich muss aber dazu sagen, dass Brutal Death Metal nicht zu meinen Lieblingsgenres gehört. Fans des Genres würden die Platte eventuell anders bewerten.

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