Review

MY REGIME - Deranged Patterns18.05.2017

MY REGIME - Deranged Patterns

My Regime - Deranged Patterns

verfasst von Ben S.


Was haben wir denn heute auf dem Tisch liegen? Aha, das zweite Album einer schwedischen Band namens "My Regime". Welch einem Genre hat sich dieses Quartett denn überhaupt verschrieben? Aha, Thrash-Metal, na das liest sich doch schon mal gut. Also auf was warten wir, es wird Zeit für die Play-Taste. Gesagt, getan und schon lauschen wir den ersten Tönen von "Deranged Patterns". Hm, was ist das denn für ein Intro? Da muss ich doch gleich noch mal schauen, ob wir auch die richtige CD eingelegt haben. Denn das was uns da entgegen schallt, klingt eher so, als würden wir gleich einer experimentellen Jazz-Fusion-Gruppe lauschen.

Aber dann durchbricht ein Schrei diesen ungewöhnlichen, aber doch irgendwie passenden Sound. Was dann auf uns einbricht, ist ein lauter, ungestümer, brachialer und aggressiver Gewittersturm, der sich ordentlich gewaschen hat und keinen Stein auf dem anderen lässt. Die Boxen dröhnen dank fetter Gitarren, einem kraftvollen Drumming und einem satt und fett abgemischten Bass, der mehr als nur vernehmbar ist. Im Gegenteil, er ist sogar recht präsent, knurrt und grollt sich bitterböse durch jeden Song und in jede Magengrube. So und nicht anders muss das sein. Das nenne ich ein perfektes Zusammenspiel aller Instrumente inklusive wütendem Gesang bzw. Shouting.

Dass die vier Skandinavier also ordentlich Arschtritte verteilen können, beweisen sie. Nur was ist das Problem, wenn man zu viele Tritte auf die gleiche Stelle bekommt? Genau, nach einer gewissen Zeit verlieren sie ein wenig an Wirkung oder besser gesagt, die Stelle wird taub. Die Songs von "Deranged Patterns" sind alle samt echte Bretter und knüppeln ordentlich was weg. Nur fehlt auf langer Bank gesehen ein wenig die Abwechslung und so wird der Sound der Schweden auf Dauer ein wenig repetitiv.

Aber das ist Meckern auf hohem Niveau und soll niemanden abhalten, "My Regime" zu entdecken und zu ihrem Sound nach Herzenslust Gas zu geben und mal ordentlich ein paar Aggressionen raus zu moshen.


Tracks:

01 Deranged Patterns
02 Time Slipping Out Of Tune
03 Rays Of Gray
04 Off To War
05 I Am
06 The Sound Of Dying Dreams
07 Nervous Fort
08 The Smiling Dog
09 The Cage
10 Silver
11 Surreal Reality

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