Review

MOTÖRHEAD - Under Cöver14.08.2017

MOTÖRHEAD - Under Cöver

MOTÖRHEAD - Under Cöver

verfasst von Kalle

Wenn man Motörhead hört, liest oder nur daran denkt, dann kommt einen unweigerlich der plötzliche Tod von Lemmy in den Sinn. Man hat immer gedacht, dieser Mann übersteht Alles, doch dem war jetzt leider nicht so gewesen. Egal... die Musik, seine große Leidenschaft, lebt weiter. Und das Motörhead viele Bands beeinflusst hat, das wissen wir. Doch Lemmy, Mikkey und Phil wurden oft auch beeinflusst und haben viele Songs cool gefunden, die von anderen Interpreten geschrieben wurden. Über die Jahre hat sich so eine anständige Sammlung an Covern angesammelt, die jetzt auf einem einzigen Album veröffentlicht werden. Motörhead und ein Cover-Album... hätte man so nie dran gedacht, da manch Song bereits auf normalen Alben vertreten war.

Jetzt bekommen wir aber elf Songs auf die Gehörgänge gepresst, die ihr abfeiern werdet. Es geht schon los mit "Breaking The Law" von Judas Priest. Ein cooler Opener. Dieser wird aber direkt getoppt von "God Save The Queen". Im Original von den Sex Pistols und man denkt sofort an den Clip wo Motörhead durch London fährt und auf dem roten Doppeldeckerbus spielt. Da wäre man gerne mal dabei gewesen. Einer der Songs für mich ist das Cover von David Bowie´s "Heroes". Man was hab ich Gänsehaut, wenn ich den Song im Original höre und verdammt hat die sich verstärkt in der Version von Motörhead. Das geht mehr als unter die Haut! Bei "Starstruck" war ich überrascht, denn hier sang nicht Lemmy den Ronnie James Dio Track, sondern Biff von Saxon. Dies hatte den Grund, da Lemmy aufgrund seiner Gesundheit bei der Aufnahme nicht dabei sein konnte.

Die Drei haben sich echt eine Menge Klassiker vorgenommen. So sind mit auf der Platte "Cat Scratch Fever" von Ted Nugent, zwei Mal die Rolling Stones mit "Jumpin´Jack Flash" und "Symphathy For The Devil" und "Hellraiser" Von Ozzy Osbourne. Und bei letzterem Track gefällt mir die Version von Motörhead sogar weit besser, als die im Origianl von Ozzy. Der Song passt Lemmy mehr auf die Zunge, als es Ozzy mit seiner höheren Stimme macht. Absoluter Volltreffer. Die Version vom Ramones Klassiker "Rockaway Beach" ist ein wenig Gewöhnungsbedürftig, denn so fröhlich klang Lemmy selten in seinen Song. Die Stimme recht hoch angesetzt, für das was man eigentlich von ihm kennt. Totale Überraschung auf dem Album! Was schon etwas eher passt ist dann "Shoot´Em Down". Im Original von Twisted Sister zocken Motörhead den Track mal richtig fett runter.

Und was haben sich die Drei zum Finale ausgedacht? "Whiplash" von Metallica. Mit denen hat Lemmy ja schon einmal auf der Bühne gestanden und ein paar Songs gemeinsam gespielt. Die Jungs haben sich sehr geschätzt und gewürdigt. Das Tempo vom Track ist Lemmy bekannt und unverständlich singen konnte Lemmy auch, somit war der Song eine Kleinigkeit.

Das gesamte Album ist ein Muss! Motörhead zelebrieren die Tracks und ihr werdet hier und da echt Gänsehaut bekommen oder total vor Freude ausflippen. Fehlen darf das Album in keiner Sammlung!!!


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