Review

MOK - Mok'n'Roll29.05.2017

MOK - Mok'n'Roll

MOK - Mok'n'Roll

verfasst von Karla the Fox

Achtung Leute, "starker Newcomer"-Alarm! Mok, eine nette Band aus der Eifel, gibt es zwar schon ein paar Jahre, aber Mok'n'Roll scheint ihr erstes richtiges Album zu sein, mit dem sie nun durchstarten wollen. Das aller erste, was mir auffiel als ich die Platte in den Player einwarf, ist die Stimme von Sänger Izzy. Es wird über viele Stimmen so gesagt, aber seine verdient sich wirklich die Beschreibung "unverkennbar". Zumal sie in ihrer Lage und Stärke varriert und somit das Album erst richtig interessant macht. Mok, das sind fünf sympathische Rocker von nebenan, optisch unaufälliger als das meiste, von dem ich sonst so Fan bin und musikalisch wirklich ordentlich. Sie nennen sich Izzy, Tommy, Silent und Beast, nur Neuzugang Fritz ist noch ohne Künstlernamen unterwegs.

Sie eröffnen das Feuer mit "I Kissed the Devil", das die Story von Robert Johnson und dem Teufel am Highway 61 frei nacherzählt. Der Song ist auf dem Weg, die Single des Albums zu werden. Die Aufnahme ist stark, laut und mit viel Pfeffer im Arsch eingespielt worden, Mok klingen erwachsener und gefährlicher als viele andere Newcomer Rocker. Sie können elektrische genauso gut wie akustische Westerngitarre, spielen grollenden Old School Rock'n'Roll aber auch Nu Metal ("#handsup") und dann wird der Refrain vom selben Song plötzlich punkig. Passt aber alles noch irgendwie zusammen. Bei "Weekend" rieche ich einen Mitsingsong aus den Anfangszeiten der Band und bei "Way Back Home" kommt Lagerfeuerstimmung auf. Die nötige Ballade für zwischendurch, unaufdringlich, nur ein bisschen wehmütig. Mit "Fucking in the Dark" folgt ein lustiger, schneller College Rock-Song, mit höherer Stimme, bei "Tomorrow" geht sie wieder runter. Man hört es der Platte nicht an, aber Mok wurde ursprünglich mit Cello und Violine gegründet. Und sie fanden sich, der Legende nach, genau an dem Tag zusammen, an dem eigentlich die Welt untergehen sollte - nämlich am 21.12.2012. Ob das gut oder schlecht ist, dürft ihr selbst entscheiden. 

Fazit: Mir sind Mok sehr sympathisch. Sie feiern ganz offen ihre kleinen Local Hero Erfolge und versuchen nicht, diese unglaublich aufzubauschen als seien sie längst Weltstars. Und sie haben einen Song über sich selbst geschrieben, der das Album abrundet. Mok'n'Roll hat die Feuerprüfung bestanden.

 

Alle CD Reviews

Treffer 1 bis 200 von 1033