Review

MINORITY SOUND - Drowner´s Dance21.08.2015

MINORITY SOUND - Drowner´s Dance

MINORITY SOUND - Drowner´s Dance

verfasst von Kalle

Ich hätte es ja fast ahnen können, als ich das Plattencover sah, hier kommt Industrial / Cyber Metal... quatsch... schaut mal selbst... hätet ihr bei so einem Cover an Industrial gedacht? Da steht ein Pärchen vor einer Treppe auf einem Schiff was gerade untergeht und tanzt. Erinnert ein klein wenig an Titanic das Bild. Aber klar... werden andere jetzt sagen, denn der Name des Album verrät ja schon, das hier wenig mit normalen Metal zu rechnen ist. Hmmm... was haben sich die vier Prager Jungs hier nur gedacht? Immerhin halten sie den Stil im Booklet durch und das Bandfoto entstand unter Wasser, was geil ist. Endlich mal wieder ein kreatives Booklet. Genau dafür liebe ich normale CD´s.

Kann man die Musik von Minority Sound auch lieben? Wenn man drauf steht, dann bestimmt. Es ist natürlich eine sehr spezielle Mischung: Industrial und Cyber. Das verspricht viel elektronische Klänge und Bumm Bumm Bässe. Nun... ich war positiv von genau diesen Elementen überrascht. Damit lassen sich nämlich echt geile epische Elemente einbauen, wie man sie im Song "Last Day On Earth" vernimmt. Das hat schon was von einem Orchester. Ob diese grunzende Stimme dazu gehören muss, das ist Geschmackssache. Die Musik könnte in jedem Fall für Computerspiele geeignet sein. Aber wer glaubt hier wurd nur gegröhlt und teils unverständlich gesungen, der irrt sich. Es gibt natürlich auch Passagen wie in "1000 Years" wo der normale Gesang hervor kommt.

Auf dem Album geht es mal total ab und voll auf die Fresse wie im Song "Generation Z", wo die Namenstanzer auf ihre Kosten kommen, aber auch die melodischen Liebhaber kommen hier auf ihre Kosten auf der Platte. Minority Sound schaffen es nämlich mit den elektronischen Bauteilen immer diese gewisse Stimmung zu erzeugen, die der Song gerade braucht. Es fehlt mir ein wenig an den klassichen Metalelementen wie Gitarrensoli oder mal ne ordentliche Drumpassage, aber genau das wollen die Herren wohl eher weniger. Mein Lieblingstrack ist ausgerechnet der letzte. Denn genau hier kommt keine Stimme zum Einsatz und man bekommt die Symbiose zwischen Metal und Elektronik gut zu spüren. Da ist wieder Das Gefühl, die Musik taugt als Videospielmusik, könnte aber auch in die Kinos passen. Es ist ein überraschendes Album, was man in keine Niesche packen sollte. Dafür hat es zu verschiedene Elemente eingebaut und ist daher eine kleine Empfehlung meinerseits, wer auf ungewöhnliche Kombinationen steht.

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