Review

MINDPATROL - The Marble Fall26.10.2015

MINDPATROL - The Marble Fall

MINDPATROL - The Marle Fall

verfasst von Daniel S.

Das Schöne an Bands zu denen man keinen Artikel in der Wikipedia findet ist, dass es sich meist um Newcommer handelt unter denen sich auch ungeschliffene Edelsteine finden können. Mit "The Marble Fall" von Mindpatrol habe ich die letzten Wochen ein Blick auf einen, schon in einigen Facetten angeschliffenen, Rubin werfen können. Nach "Downfall Theatre" aus 2013 legen die Luxemburger um Frontmann Luc Francois ein recht konzeptionelles Album vor, dass mit dem
Opener Genesis recht friedlich, geradezu harmlos, startet, an Fahrt und Kraft gewinnt um dann ab dem dritten Song kontinuierlich kratzig und rau in der Stimme daherzukommen, während die Gitarren einen oft tragenden und melodischen Kontrast bilden.

Das zwölf Songs umfassende Album kann dabei wohl am ehesten mit All You Need Is Love von den Apokalyptischen Reitern aus dem Jahr 2000 verglichen werden, ohne dass man das Gefühl bekommt eine Kopie vor sich zu haben auch wenn parallelen durchaus erkennbar sind. So sind die Growls und tieferen Gesänge durchaus sauber und verständlich während die Songs immer wieder von geflüsterten, gelesenen Passagen durchzogen werden. Unverkennbar ist auf jeden Fall, das Luc schon jetzt eine brachiale Bandbreite an Tonlagen ins Mikrofon bringen kann, die auf lange Sicht durchaus geeignet ist ein Eindruck zu Hinterlassen, wenn sich die Spreu vom Weizen trennen soll. Auf die gleiche leichtfüßige Weise wechselt das Schlagzeug zwischen aggressivem, sehr
präsenten Auftreten zum stillen, unterschwelligen Taktgeber eines Songs.

Mit The Marble Fall treten Mindpatrol ziemlich sicher einen Pfad aus auf dem weitere Facetten an dem Rubin geschliffen werden können. Wer sich als Fan von progressivem Death Metal identifiziert, dem kann dieses Album definitiv ans Herz gelegt werden.

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