Review

MINDMAZE - Resolve08.04.2017

MINDMAZE - Resolve

MINDMAZE - Resolve

verfasst von Sebastian


Vier Musiker, davon zwei Geschwister und die Liebe zum Metal und komplexen Texten. Kurz gesagt MindMaze! Die bereits genannten vier sind die Geschwister Teets wovon Sarah den female vocal Part übernimmt und Jeff ordentlich die Saiten zupft und zusammen mit Bassist Rich Pasqualone auch für den Backgroundgesang zuständig ist. Der vierte und letzte im Bunde ist Mark Bennett der an den Drums für eine ordentliche Geschwindigkeit sorgt. Ein genaues Genre lässt sich nicht immer ausmachen. Die Gruppe bewegt sich zwischen Power-, Progressiv-, und Heavy Metal. Und auch auf ihrem dritten Long Player tun sie dieses wirklich gut.

In der doch von der Männerwelt dominierten Metalszene sorgt eine Frauenstimme doch gleich für etwas Abwechslung. Aber zurück zu dem aktuellen Release. Das Studioalbum Resolve wird Ende April veröffentlicht und ist für die Band ein kleines Experiment. Es handelt sich nämlich um ihr erstes Konzeptalbum.

Thematisch widmen sie sich die vollen 69 Minuten den Emotionen und Gedanken durch Verrat und Verlust. Auffällig war für mich während des ersten Anspielens der Opener Reverie. Den Hörer gleich zu Beginn mit einem vollen 4 Minuten Instrumental zu begrüßen ist doch etwas Selteneres. Aber durch den recht ruhigen Einstieg und sich zuspitzende Geschwindigkeit und Lautstärke der Instrumente funktioniert das sehr gut. Fast nahtlos und ohne merkbaren Übergang katapultiert einen das drumlastige Ende des ersten Tracks direkt in Fight the Future was genauso zügig weitergeht und ordentlich Spaß macht wenn Sarah mit ihrer tollen Stimme einsetzt und ein paar Schlagwörter durch den Backgroundgesang betont werden. So wird man dann von den Drums die 6 Minuten des Liedes in das nächste Instrumental getrieben, welches im Gegensatz sehr ruhig daher kommt und eine teils etwas spannende Grundstimmung aufbaut. Vor allem das unterstützende Piano, wie es auch beim Song One More Moment benutzt wird, bleibt im Gedächtnis. Wo ich das Wort Gedächtnis verwende komme ich aber zu meinem einzigen, aber für mich starken Kritikpunkt der tollen Platte.

Es bleibt kurz gesagt einfach nichts hängen. Auch nach mehrmaligem anhören gab es für mich keinen Refrain, besondere Gesangs- oder Solipassagen die ich sofort mit der CD verbunden habe. Klar, das Piano und vor allem die beim Lied Twisted Dream verwendete Westerngitarre die, so komisches es klingt, doch irgendwie ägyptisch anmutende Musik spielt, bleiben im Kopf, aber das war es dann auch schon. Evtl. hätte man doch die Spielzeit der CD und der einzelnen Lieder etwas reduzieren und mal zwei oder drei knackige Stücke mit eingängigen Passagen basteln sollen die das Album etwas auflockern (bekanntlich liegt ja in der Kürze die Würze). Alles in allem ist es ein gutes Album geworden und jeder Song ist wunderschön gesungen und einfallsreich gespielt.

Jedoch gibt es nicht den EINEN Song der einen mitnimmt. Wie gesagt macht die Quantität nicht alles besser, somit verbleibe ich mit der Empfehlung: Alle die auf weibliche Stimmen und Power Metal stehen sollten dem Album eine Chance geben und rein hören!

Alle CD Reviews

Treffer 1 bis 200 von 1057