Review

Michael Schenker´s - Temple Of Rock - Spirit On A Mission28.04.2015

Michael Schenker´s - Temple Of Rock - Spirit On A Mission

Michael Schenker´s - Temple Of Rock - Spirit On A Mission

verfasst von Benno H.

Wenn man an mittlerweile über 70 Alben beteiligt war, als einer der einflussreichsten Gitarristen der Welt gilt, Riffs geschrieben hat, die jeder Metalhead von vorne bis hinten auswendig kennt und sich dabei in noch in zwei der besten Bands überhaupt herum getrieben hat, was soll da noch kommen?

Michael Schenker´s Temple Of Rock brachten am 20.03.2015, zwei Jahre nach Bridge The Gap, das neue Langeisen "Spirit On A Mission" hinter die Ladentheken.
Die Musiker dieser Kombo sind alle keine Unbekannten. Mit Sänger Doogie White (Tryxter, Parying Mantis, Rainbow, Rising Force), Bassist Francis Buchholz (Scorpions, Dreamtide), Drummer Herman Rarebell (Scorpions) und Gitarrist/Keyboarder Wayne Findlay (Electric Eel) bleibt das musikalische Mastermind der Band seiner Mannschaft aus dem ersten Album treu. Über die Langlebigkeit von Supergroups mag gerne und viel gestritten werden, hier hält es bis dato.

Der Opener Live And Let Live klingt im Intro ein wenig nach Southern Rock, macht aber schnell klar, hier geht´s gründlich nach vorn. Durch geballerte Doublebass Drums und fett stehengelassene Powerchords. Einstieg mit Sternchen! Weiter mit Communion. Ein schöner Down-Tempo Beat die Doogie White viel Spielraum lassen seine facettenreiche Stimme voll auszufahren. Drums und Bass grooven wunderbar. Man fühlt sich stark an Deep Purple erinnert, ganz im ernst, wen wundert´s???

Das folgende Vigilante Man hat ein wenig mehr HardRock-Attitude lädt zum cruisen ein. Neben der stampfenden Beat/Riff Kombo kommt der Song aber ein wenig eintönig einher. Das wird jedoch mit Rock City direkt wieder gut gemacht. Hier wird wunderbar hin und her geshreddet. Ich erspare es mir mal die ausgefeilte Gitarrenarbeit zu loben. Das dieses Album übersät ist von den Geniestreichen des MS ist ja wohl auch klar.

Das von White verfasste Saviour Machine geht noch einmal weiter in die groovigere Richtung bevor uns mit Something Of The Night die nächste Doublebass Armada erwartet. Es bleibt abwechslungsreich aber hier riecht es verdammt Höhepunkt! Tatsächlich fällt das folgende All Our Yesterdays im Vergleich dazu ein wenig ab. Das ist aber mit Bulletproof direkt wieder vergessen.  Das Album ist insgesamt super sauber produziert. Man hat einen schön transparenten Sound und dennoch eine dicke Schallwand auf dem Ohr. Standard mittlerweile? Naja, das ist ein anderes Thema...

Let The Devil Scream beginnt mit theatralischen Streichern und drückt uns nach dem Intro einen schönes slowlaneblues feeling aufs Trommelfell. Wir nähern uns dem Ende der 50 Minuten umfassenden Scheibe. Mit Good Times kommt noch eine Nummer die extrem an Thin Lizzy erinnert und mit Restless Heart legt der Temple Of Rock noch ein Schippe der Kategorie Doublebass Ballernummer nach. Den Schlusspunkt setzt das stark Groove orientierte Wicked. Meiner Meinung nach nicht der beste Song um das Album abzuschließen, aber hier geht es dafür nochmal schön in Richtung Deep Purple.

Das Album macht insgesamt echt was her. Gute Songs eingespielt von einer Cremedelacreme der HardRock Branche, was will man mehr. Klar, auch Schenkers Gesellen erfinden das Rad nicht neu. Aber das will ja auch keiner, es rollt und es rollt gut! Ein weiterer Meilenstein in der Diskographie des Michael S.

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