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METALL - Metalheads22.02.2017

METALL - Metalheads

METALL - Metalheads

verfasst von Kalle

Metall... eine Band die es bereits seit 1982 gibt und zu DDR Zeiten eine absolute Größe im Heavy Metal gewesen ist. 1991 folgte die Auflösung und 2013 schnappte sich Sven Rappolt, als Gründungsmitglied, den Mut zusammen und formierte die Band neu. Mit Daniel Dokic an der Gitarre, Marco Thäle an den Drums und Joel Stieve Dawe am Gesang ging es an die Aufnahmen zum Longplayer "Metalheads", der jetzt die Band wieder auf die Erfolgsspur bringen soll, wie es damals der Fall war. Wird es mit den acht neuen Tracks funktionieren? Kann Metall wieder eine Macht im Genre werden?

Ich bin da sehr gespalten und muss sagen... das Potential ist da, doch dafür gibt es aus meiner Sicht noch zuviele Schwachstellen. Die größte Schwachstelle ist der Gesang. Der gefällt mir persönlich zu Beginn der Platte überhaupt nicht. Der Opener "Metalheads" ist, wie auch seine Nachvolger musikalisch echt genial. Aber sobald Joel anfängt zu "singen", geht der Hörgenuss sofort verloren. Das merkt man spätestens im zweiten Track "Fly". Dort treffen Growls auf Clearvocals und sehr harte und schwere Riffs. Die Stimme mit ein paar Effekten zu untermalen bringt leider gar nichts und so ist es wirklich nicht gut anzuhören. Es fehlt mir an einer gewissen Stimmdynamik und mehr Kraft. Hier und da gibt es aber auch Passagen, da passt der Gesang und stört nicht. In "Crimson King" und bei "The Gods Above The Sky" gibt es immer wieder echt gute Passagen, wo einfach alles gut zusammen passt. Er versucht die Stimme immer wieder zu varieren, aber es klingt nicht nach Gesang. Schwer auszudrücken, wie ich das empfinde. Es fehlt eine konstante Linie in der Stimme.

Beim Lied "Riding On The Storm" muss ich mich doch etwas wundern. Ich weiß sehr gut, das Sven die Band Manowar nicht so ganz mag. Aber warum kommt mir jetzt der Beginn und der Rythmus so vor, als würde "Warriors Of The World" laufen? Da hat doch jemand eine heimliche Liebe zu Manowar gefunden? "Glory" gefällt mir besonders durch das Gitarrensolo von Daniel. Das gilt auch für das vorletzte Stück "Imperium", das dadurch hervorsticht, einer der schnelleren Songs auf der Platte zu sein. "Wrath" hat ansich gute Parts drin, was aber diese kläglichen Screams sollen, bleibt mir ein Rätsel. Die zerstören den sonst so guten Song. Musikalisch steckt in "Metalheads" so viel Potential und denkt man sich die Stimme weg, ist das ein starkes Album. Super Klang, man nimmt jede noch so kleine Saite war, die gezupft oder gestreichelt wird. Die Drums sind satt und flott, die Gitarre ist vielseitig und der Bass bringt die nötige Tiefe gut zum Ausdruck.

Anderer Sänger... gleiche Musiker und aus Metall könnte wieder was werden. So bleibt das Album leider im unteren Mittelfeld hängen. Schade... da war mehr drin.

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