Review

MESSIAH´S KISS - Get Your Bulls Out!22.12.2014

MESSIAH´S KISS - Get Your Bulls Out!

Messiah´s Kiss - Get Your Bulls Out!

verfasst von Karla The Fox

Übermorgen ist Weihnachten! Was würde da besser passen als ein Kuss vom Messias?

Gar nichts, egal ob ihr gläubig seid oder nicht. Denn Weihnachten ist zuallererst ein Fest der Freude und genau das bereitet einem diese Band mit ihrer Mucke.
Nach siebenjähriger Pause haben sich die Banks-Brüder und ihre Mitstreiter wieder zusammen getan und bei Massacre Records ihr viertes Album herausgebracht. "Get Your Balls Out!" ist auf alle Fälle ein kreativerer Titel als das Werk "Metal" aus dem Jahr 2004. Wie es ansonsten mit der Kreativität der Band aussieht, zeigt sich bereits an der Anzahl der Songs: 14 Stück auf der "normalen" Version, und 16 auf der Extended Version: der Bonustrack It´s No Good sowie eine Akustikversion von Only Murderers Kill Time. Dass jenes It´s No Good eine Coverversion von Depeche Mode ist wäre mir nicht von alleine aufgefallen. Depeche Mode ist halt auch nicht unbedingt meine Musik.

Messiah´s Kiss hingegen scheinen ihr Album unter dem Motto Kiss&Kill geschrieben zu haben. Da gibt es eben das erwähnte Only Murderers Kill Time, ein Time To Say Goodby, Mission To Kill, Who´s The First To Die und Burried Alive. Noch Fragen? Müsste demnach ja ein Killeralbum geworden sein...

Ja, kann man so sagen. Positiv auffallen tut zu allererst die Produktion der Scheibe: Messiah´s Kiss sind keine junge Newcomerband und trotzdem haben sie die ungezähmte Power wie eine, die es außerdem schafft, jedes Instrument einzeln hörbar zu machen, keiner geht auf der Tonaufnahme unter.

Die Band wird mit allem möglichen verglichen. Dio, Judas Priest, was weiß ich. Ich finde, das variiert von Lied zu Lied und ist hier nicht eindeutig festlegbar. Die Rhythmussektion ist dabei oft genauso stark wie die Gitarren seines Bruders oder derjenigen von Goerge Kraft. Das Tempo halten die Jungs relativ hoch, eine schnulzige Ballade gibt es nicht, manche Songs könnten jedoch etwas großzügig unter den Begriff der Powerballade gefasst werden. Die Riffs machen Spaß und Mike Tirellis Stimme hat Feuer unter A****h - eine harmonische Gruppe also ohne eindeutigen Star.

Auf jeden Song einzeln einzugehen wäre bei insgesamt 16 Nummern ein bisschen eintönig. Wir können festhalten, dass die Band nach der Pause ihre Kunst nicht verlernt hat, sondern eher die ganzen angesammelten Ideen endlich verwerten konnte. Die lange Pause war gesundheitlich bedingt und Messiah´s Kiss müssen sich nun erst einmal in der "neuen" Musikwelt zurechtfinden, denn so haben sie zum Beispiel ihren Twitter-Account gerade erst gegründet. Das gabs 2007 eben noch nicht und daran merkt man wie schnell sich die Welt dreht. Gott sei Dank bleibt eines gleich, nämlich die Existenz starker Metalbands, die mit ihrer Musik ein bisschen Ausgleich in unsere rauchenden, überarbeiteten Köpfe bringen.

In diesem Sinne frohe Weihnachten und einen guten Rutsch, ob mit oder ohne Jesus.

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