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MAVERICK - Quid Pro Quo28.12.2014

MAVERICK - Quid Pro Quo

Maverick - Quid Pro Quo

verfasst von Karla The Fox

Quid Pro Quo ist nach der EP Talk´s Cheap (2013) die Debut-LP der irischen Band Maverick. Ich bin nicht die erste und werde nicht die letzte sein, die das sagt, aber aus Nordirland hätte ich solch eine Musik nicht unbedingt erwartet. Glück für die Jungs, denn auch dort werden die Musikfans hungrig nach purem Rock´n´Roll sein und somit dürften sie eine Lücke füllen.

Das Quintett um Sänger Dave Balfour ist noch jung, trotzdem haben sie den Heavy Metal der legendären 80er verinnerlicht, als wären sie selbst dabei gewesen. Crazy Lixx, Cinderella, Whitesnake, Night Ranger... so in dem Gebiet würde ich die fünf einordnen. Bedeutet also es bleibt alles relativ harmlos aber auch eine Weile lang hängen.

Event Horizon ist nur ein Intro, doch gleich Snakeskin Sinner haut mit guter Rhythmussektion und Refrain-Shouts rein. Es geht weiter mit Paint By Numbers, einem rätselhaften Titel mit noch rätselhafterem Musikvideo. Von Anfang bis Ende bleiben Maverick etwa im selben Tempo, zu dem es sich jedoch hervorragend durchs Zimmer tanzen und posen lässt. Dabei helfen die miteinander spielenden zwei Gitarren.

Daves Stimme ist jetzt nicht unbedingt die einmaligste, überrascht aber mit ihrer Akzentlosigkeit und der Gefahr, ihn tatsächlich irgendwann ins Amerika vor 30 Jahren stecken zu wollen. Immer wieder wird er von seinen Bandkumpanen unterstützt was diese typische Stadion-Dynamik ausmacht.

Ja, ich wage zu behaupten, dass Maverick von den ganz großen Stadiengigs träumen, gerade bei so einem Solo wie im Song Electric. Wer mehr auf Bass und Drums steht kommt beim darauffolgenden Rock?n?Roll Lady auf seine Kosten, aber auch hier lässt sich einer der beiden Gitarristen wieder keine extravaganten Licks nehmen.

Das groß angelegte Shackled ist eines meiner Favoriten, zusammen mit Snakeskin Sinner, wobei ich zugeben muss, beim ersten Hören "Jekyll" wie aus Jekyll and Hyde verstanden habe. Der Himmel weiß warum. Vielleicht weil Maverick irgendwas Dämonen, Nächten, Schicksal, Schuld und ihrem ganzen Leben singen.

Zu den Stadienträumen man nur sagen: Legt euch ins Zeug Jungs, für eine Debutplatte ist Quid Pro Quo echt mehr als beachtlich! 

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