Review

MASTERPLAN - PumpKings24.07.2017

MASTERPLAN - PumpKings

MASTERPLAN - PumpKings

verfasst von Ben S.

Die Jungs von "Masterplan" wagen eine Zeitreise und zwar zurück in die Vergangenheit. In die guten alten Tage, in denen Gitarrist Roland Grapow und Drummer Uli Kusch Mitglieder bei einer DER deutschen Power-Metal Fraktionen "Helloween" waren. Sie tun dies, um uns ein neues Album, oder vielmehr eine Herzensangelegenheit, zu präsentieren.

Auf  "PumpKings" (irgendwie bekomme ich das Bild von royalen Bodybuildern nicht mehr aus meinem Kopf) findet sich kein neues Material und wer auf solches gehofft oder gar danach gesucht hat, wird hier nicht fündig werden und vielleicht sogar ein wenig enttäuscht sein. Auf der Scheibe befinden sich ausschließlich bekannte Titel, die in der Zeit zwischen 1990 und 2000 unter dem "Helloween" Banner erschienen.

Was bewegt Musiker oder besser eine ganze Band, "älteres" Material neu einzuspielen? Vermutlich ist es zum Großteil einfach dem Spaß an der Freude geschuldet und ein wenig dem Gefühl, sich beweisen und seinen ehemaligen Songs einen aktuellen Schliff geben zu wollen. Dies gelingt "Masterplan" auch ganz ausgezeichnet und ihre Neuinterpretationen zeichnen sich durch mehr Härte und einem facettenreichen und rauen Gesang ab. Auch die Produktion ist gut gelungen und jedes Instrument bekommt genügend Platz sich zu entfalten und seine Wirkung verteilen zu können. Sei es der Doublebass oder die harten und sägenden Gitarren. Die angesprochene und voluminöse Stimme von Rick Altzi sowie die Keyboard-Melodien welche (noch immer) zum Träumen einladen. Alles hat seinen Platz, alles harmoniert wunderbar und alles geht gut ins Ohr...

...nur stellt sich für mich immer noch die Frage der Notwendigkeit, welche aber jeder für sich selber beantworten muss. Durch diesen "Best Of Charakter" verliert das Album aber leider ein wenig an Wiedererkennungswert und Eigenständigkeit und wird sich eventuell nicht lange auf dem Plattenteller halten können.

Egal, wer auf Power-Metal der klassischen Sorte steht kann und darf gerne zugreifen und wer die Songs zwar mag, aber diese Neueinspielung für unnötig hält, bleibt einfach bei den Originalen von "Helloween". Plain and simple.


Tracks:

01. The Chance
02. Someone´s Crying
03. Mankind
04. Step Out Of Hell
05. Mr. Ego
06. Still We Go
07. Escalation 666
08. The Time Of The Oath
09. Music
10. The Dark Ride
11. Take Me Home


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