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MAJESTY - Rebels08.03.2017

MAJESTY - Rebels

MAJESTY - Rebels

verfasst von Kalle

Majesty kündigten im Vorfeld der Veröffentlichtung an, das dieses Album ein neuer Meilenstein der Geschichte wird und das man hier mehr Metal als vorher erleben würde. Also hauen wir uns die elf neuen Stücke mal um die Ohren und schauen, was Tarek und Co. dort produziert haben.

Los geht es schon mit einem sehr coolem Intro. "Path To Freedom" hatte erst so einen Hauch von Terminator in sich, wandelte sich dann aber schnell zu einem eigenständigen Intro, was die Mächtigkeit der Platte erahnen lies. Das Intro ist genial gelungen und ich hätte mir davon noch mehr gewünscht, aber es warten ja noch zehn weitere Stücke auf uns. Der erste legt direkt mit einem Riffgewitter und Drumdonnerwetter los. "Die Like Kings" wird sicher der Opener auf Touren, wenn man das Intro abgespielt hat. Eine Sache ist mir direkt aufgefallen... Tarek seine Stimme ist nicht mehr so direkt im Vordergrund. Eventuell ist das der Produktion der Platte geschuldet, aber ich höre Tarek auf der gleichen Stufe wie mit seinen Musikerkollegen. Und ja... es ist epischer, mehr Hymnen und mehr von Allem. Das erste Mal, als ich die Platte hörte, ich war wie weggeblasen, wie sich Majesty jetzt entwickelt haben. Man bleibt sich der Linie natürlich treu und huldigt dem Metal in jeder Note, doch man setzt noch einen Oben drauf, was die Aufmachung der Tracks angeht.

Dann steht ja noch die Frage im Raum, wie schlägt sich der neue Gitarrist Emanuel Knorr, der Tristan Visser ersetzte, jetzt auf dem Album. Um es vorweg zu nehmen... er schlägt sich verdammt gut. Seine Solos sind purer Hörgenuss. Das habe ich bei Perfektionist Tarek aber nicht anders erwartet. Thematisch orientiert sich Majesty am Albumnamen und so kommen auch die "Rebels Of Our Time" zu Gehör. Hier bekommt man die Steigerung vom Sound richtig zu spüren. Das ist wirklich mehr Hymne, was die Band hier präsentiert. Was ich allerdings vom nächsten Song halten soll, kann ich kaum in Worte fassen. Ich bin kein Freund von Jugendsprache und ob das mit Rebellen zu tun hat, kann ich nicht sagen, aber verwundert hat es mich definitiv. Der Track nennt sich "Yolo HM" - Yolo Heavy Metal. Hmm... klar kommen Rebellen im Lied vor, aber ich störe mich etwas an diesem Yolo. Bei "The Final War" bekommt man ein typisches Majesty Intro von Tarek eingesungen und dann geht es ab die Luzi. Doch mir sind da ein paar zuviele Keyboards drin. Klar gehören die zu Majesty, aber in dem Umfang ist es mir dann doch etwas too much. Dennoch ist es ein toller Headbangersong, weil er mächtig Tempo bringt.

Und jetzt zu einem ganz großem Lob an Tarek und seine Mannen. Ihr habt mit "Across The Lightning" eine sehr geile Nummer geschaffen. Ich hab echt mit Gänsehaut hier gesessen und tue es immer wieder, wenn ich den Track höre. Demnächst werde ich mich erkundigen, was der Background zu dieser Nummer ist, denn da steckt so viel Gefühl und Emotionen hinter, das ist unbeschreiblich. Eine grandiose Nummer, die es ganz weit in meine Toplist geschafft hat! "Fireheart" ist eine schöne Nummer für Luftgitarristen... geiles Gitarrensolo und ordentlich Tempo. Dazu gibt es einen tollen Mitmachpart, der Live sicher gut ankommen wird. Also fleißig üben da draußen. Einer meiner speziellen Empfehlungen auf der Platte ist "Iron Hill". Ein fantastisches Intro, flotte Strophen und dann ein Refrain, der sich sofort einbrennt. Der Track ist wahrlich eine Hymne! "Heroes In The Night" ist dann mehr wieder, so empfinde ich, ein Majesty-Track, der auf die "Wurzeln" zurück greift, hier und da aber einen etwas neuen Anstrich bekommen hat. "Running For Salvation" ist leider ein Song, der rutscht etwas durch, obwohl er auch ein paar kleine Besonderheiten eingebaut hat. Doch zwischen "Heroes In The Night" und dem sehr geilem Finale von "Fighting Till The End" geht er etwas unter.

Eben erwähnter Song "Fighting Till The End" ist das fulminante Finale der Platte. Hier spielen Majesty noch einmal all ihre Stärken aus. Schnelle und mächtige Riffs, satte Drums und diese typischen Chöre und diese doch unverkennbare Melodie. Dazu packt Tarek noch einmal all seine Stimmgewalt auf das Tablett. Der Song ist mit sechs Minuten ein würdiger Abschluss einer grandiosen Platte, die so richtig in die Nacken geht. Es ist nicht mehr das komplett auf Klischee ausgerichtete Majesty, sondern hier steckt jetzt viel Mehr dahinter. Majesty entwickeln sich mächtig weiter und liefern mit "Rebels" den Startschuss zu einer Majesty 2.0 Ära. Man darf gespannt sein, wo sich das jetzt hin entwickelt. Ich bin weiterhin begeistert von dieser Band und kann diese Platte nur mit Bestnoten ausstatten. Sehr geil geworden!

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