Review

MAD MAX - Thunder, Storm and Passion10.08.2015

MAD MAX - Thunder, Storm and Passion

MAD MAX - Thunder, Storm and Passion

verfasst von Karla the Fox

Heute muss mal was sein, was ich sonst nie gemacht habe, nämlich Grammarnazi spielen: Wenn man im Englischen etwas aufzählt, kommt auch nach dem Wort ein Komma, das vor dem "and" steht. Korrekt würde es also heißen "Thunder, Storm, and Passion". Aber bekommt ja nicht jeder seine Texte mit angestrichenen Kommafehlern zurück. In ihrer eigenen Kunst machen Mad Max wenig falsch.

Sie existieren schon seit 1982, sind also alte Hasen im Geschäft. Dementsprechend waren sie schon mit Gott und der Welt auf Tournee. Das wären Uriah Heep, Stryper, Pretty Maids, Yngwie Malmsteen, Axel Rudi Pell, nur mal als Auszug. Für eine NWOBHM-Truppe aus Deutschland nicht schlecht. In ihrer Anfangszeit brachte die Band drei Alben heraus: Rollin' Thunder, Stormchild und als drites Night of Passion. Aus diesen, ihren eigenen Wurzeln, bastelten sie nun ein 'Best Of Early Mad Max'-Album, eben dieses, welches mir hier vorliegt.

Die Songs wurden frisch eingespielt mit der Technik unserer Zeit, aber gewürzt mit einem alten Synthesizer, der den Retrosound perfekt in Szene setzen konnte. Da Mad Max auf dem Bang Your Head 2014 ganz gut abegeräumt hatten, wurde das Konzert aufgezeichnet und liegt bei Thunder, Storm and Passion als CD2 bei. Der Großteil der Songs überschneidet sich bei den beiden CDs, auf der Live-CD ist lediglich der Closer "Fox on the Run" nicht auf der Best Of enthalten; auf der Haupt-CD sind es "Fly Fly Away", "Losing You", "Stormchild" und "Heroes Die Lonely", die nicht auf dem BYH gespielt wurden. Den Rest zähle ich euch lieber nicht auf, ein bisschen Überraschung muss immerhin sein. Mh, naja, dass "Thoughts of a Dying Man" dabei ist, muss ich leider verraten, denn ich habe mich auf Anhieb in das an "Nothing Else Matters" erinnernde Musikstück verliebt. Nachdenkliches Gitarrenzupfen, viel Pathos, etwas schrill, es geht unter die Haut.
Mad Max liefern ein solides Best Of ihrer Anfänge ab und wie das beim Beginn fast jeder Band ist, steigert sich Kreativität und Ausgefeiltheit im Songwriting mit der Zeit. Denn hätte ich die hier vorhandenen Lieder als aktuelles bzw. letztes Werk einer Band vorgelegt bekommen, wäre das mein Hauptkritikpunkt gewesen. Macht Spaß, könnte nach dem letzten Track der Platte nur zu schnell wieder vergessen werden.

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